Duisburg: Zu Besuch bei den Fernsehmachern

Duisburg : Zu Besuch bei den Fernsehmachern

Angehende Verwaltungsfachangestellte des Rheinhauser Willy-Brandt-Berufskollegs informierten sich in Köln über den "öffentlichen Betrieb WDR". Eine andere Gruppe informierte sich bei der Post.

(RPN Die Schüler des Rheinhauser Willy-Brandt-Berufskollegs lernen nicht nur in ihren Klassenzimmern, sondern "wagen" sich auch in die harte Berufswelt, zum Beispiel beim WDR und bei der Deutschen Post.

Die Schüler der Oberstufe des Berufsbildes Verwaltungsfachangestellter besuchten zum Abschluss ihrer Berufsschulausbildung den WDR in Köln. Nachdem zuvor im Unterricht die möglichen Rechtsformen öffentlicher Betriebe thematisiert worden waren, sollte nun Einblick in einen bekannten Betrieb genommen werden. Unter anderem wollte die Gruppe in Erfahrung bringen, wie viele (fest angestellte und freie) Mitarbeiter der Betrieb hat, wie sich die Finanzierung des Programms und der Verwaltungsarbeit über Rundfunkbeitrag und Werbeeinnahmen gestaltet.

In einem Kurzfilm über den WDR und seine Programme sowie einer anschließenden kurzen Fragerunde erfuhren die Auszubildenden, dass es neben der allgemeinen Rundfunkgesetzgebung des Landes NRW ein spezielles WDR-Gesetz als Rechtsgrundlage gibt, in dem Auftrag, Aufgabe und Organisation des WDR festgelegt werden. Danach handelt es sich beim WDR um eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Recht der Selbstverwaltung, der als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Allgemeinheit verpflichtet und daher unabhängig vom Staat sowie von privaten Interessengruppen sein müsse.

In der anschließenden Führung erkannten die Schüler, wie viel Arbeit in der Gestaltung von Fernseh- und Radioprogrammen von der Planung über die Erstellung bis hin zur Sendung steckt. Zuerst wurde uns die Entstehung des Gebäudekomplexes und seiner Teilgebäude von einem verglasten Brückenübergang aus erläutert, danach gelangten sie in die unterirdisch gelegenen Produktionsstudios der Sendungen "Hart aber Fair", "Presseclub", "Morgenmagazin" und "Sportschau", wo ihnen neben "Green Screen", Ausleuchtungs- und Maskentechnik sowie Aufteilung der Sendezeiten und Sendungsproduktionen auf die einzelnen Landesanstalten der ARD erläutert wurde.

Eine andere Schülergruppe besuchte die Deutsche Post AG. Sie wurde von einem Ausbilder begrüßt, der den Konzern vorstellte. Durch die Präsentation und einen Kurzfilm erkannten die Schüler, wie viel Arbeit eigentlich vom Einwurf des Briefes in den Briefkasten bis hin zur Zustellung steckt.

Die Führung durch das Briefzentrum in Asterlagen, eines von 83 Briefzentren deutschlandweit, erfolgte in zwei Gruppen. Dabei erfuhren die zukünftigen Kaufleute für Büromanagement, dass alle Briefe mit den Postleitzahlbereichen 46 und 47 von diesem Verteilzentrum aus in alle Welt hinausgehen. Die Schüler bekamen einen Überblick über die Sortierung der Briefe nach Größe, Format und Lage. Danach werden die Sendungen mit Hilfe eines Strichcodes maschinell abgestempelt, in dem die Postleitzahl, Straße und Hausnummer identifiziert werden kann. In einer Sortiermaschine wird der Strichcode angebracht, bevor die Sendungen den entsprechenden Ort erreichen.

(RP)
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