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Zoo Duisburg: Koala Tinaroo soll für Nachwuchs sorgen

Neuzugang im Zoo : Tinaroo soll in Duisburg für Koala-Babys sorgen

Tinaroo ist der Neue im Koalahaus im Duisburger Zoo. Künftig soll der Jungspund mit der gebürtigen Duisburgerin Yiribana für Nachwuchs sorgen und so zum Erhalt der gefährdeten Beuteltierart beitragen.

Mit reichlich Eukalyptus im Gepäck reiste Tinaroo am Sonntag aus dem Leipziger Zoo in das Ruhrgebiet. Nicht nur der Transport verlief reibungslos, auch das Aussteigen aus der Transportkiste klappte auf Anhieb.

Mario Chindemi, Revierleiter im Duisburger Koalahaus am Kaiserberg, holte seinen neuen Schützling persönlich in Leipzig ab. „Tinaroo ist ein temperamentvoller Koala, direkt nach seiner Ankunft hat er sich interessiert umgeschaut“, so Chindemi.

Nach der Eingewöhnung wird der Neuankömmling das Koalaweibchen Yiribana kennenlernen. „Tinaroo und Yiribana passen genetisch sehr gut zusammen. Daher haben wir uns auch entschlossen, ihn zu uns zu holen“, erläutert Volker Grün. Von Duisburg aus koordiniert der Biologe das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Koalas. „Die Aufgabe von mir als Zuchtbuchführer liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammenzustellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand zu erhalten“, so Grün weiter.

Mit seiner neuen Partnerin Yiribana soll er schon bald für Nachwuchs sorgen. Foto: Zoo Duisburg

Tinaroos Ankunft in Duisburg ist zugleich der Startschuss für eine besondere Aktion. Für jede zehnte, im März verkaufte Familien-Jahreskarte übernimmt der Duisburger Zoo je eine Patenschaft für einen Koala des Koalahospitals in Port Macquarie.

„Die zumeist ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des Hospitals setzen sich unermüdlich für das Wohl der Tiere ein und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der wildlebenden Koalabestände in Australien. Insbesondere nach dem katastrophalen Sommer mit einer großen Anzahl von Buschbränden, bei denen unsäglich viele Koalas und andere Wildtiere ihr Leben verloren haben, ist dieses Engagement eine Herzensangelegenheit“, betont Zoodirektorin Astrid Stewin.

Seit Jahren pflegt der Zoo Duisburg einen persönlichen Austausch mit den Vertretern der Einrichtung. Hier werden verletzte und kranke Tiere gerettet, medizinisch versorgt und auf eine mögliche Wiederauswilderung vorbereitet.

Außerdem setzen sich die Mitarbeiter dafür ein, den angestammten Lebensraum der Koalas zu erhalten und nach Möglichkeit durch das Anpflanzen von Eukalyptusbäumen zu vergrößern. Darüber hinaus unterstützt das Team in Port Macquarie Forscher, indem Informationen über Ernährung, Krankheiten sowie Lebensgewohnheiten wildlebender Koalas bereitgestellt werden. Gleichzeitig soll so die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit des Schutzes der Kletterbeutler sensibilisiert werden.

Seit Anfang März gelten im Zoo Duisburg täglich die Sommeröffnungszeiten (9 bis 19 Uhr). Die Kassen haben ab sofort bis 17.30 Uhr geöffnet, die Tierhäuser schließen um 18.30 Uhr.