Süße Überraschung am Kaiserberg Lemuren-Nachwuchs im Duisburger Zoo

Duisburg · Im Zoo Duisburg wächst wieder schwarz-weiß geringelter Nachwuchs auf. Das Jungtier der Katta-Familie wurde bereits in der vergangenen Woche geboren. Besucher müssen Geduld mitbringen, um den jüngsten Spross der Lemuren beobachten zu können.

 In den ersten zwei bis drei Wochen tragen die Weibchen ihre Jungen am Bauch. Für Besucher sind sie dadurch nur schwer zu erhaschen.

In den ersten zwei bis drei Wochen tragen die Weibchen ihre Jungen am Bauch. Für Besucher sind sie dadurch nur schwer zu erhaschen.

Foto: Zoo Duisburg

Für das Tierpfleger-Team kam der Nachwuchs etwas überraschend. „Wir haben zwar gesehen, dass Paarungen stattgefunden haben, allerdings kann man Kattas nur schlecht ansehen, ob sie auch wirklich tragend sind“, so Tierpfleger Philipp Goralski. Daher müssen sich Zoo und Besucher überraschen lassen, ob weitere Jungtiere geboren werden. Möglich wäre es durchaus, ein weiteres fortpflanzungsfähiges Weibchen lebt in der Katta-Gruppe des Zoos.

Bisher läuft die Aufzucht unproblematisch. Mehrfach am Tag schauen die Tierpfleger des Zoos nach dem Rechten. Mit dabei haben sie immer etwas Lieblingsfutter. „In den ersten zwei bis drei Wochen tragen die Weibchen ihre Jungen am Bauch. Da muss man schon etwas Leckeres mitbringen, damit man mal einen Blick auf das kleine Fellknäuel werfen kann“, sagt Goralski. Besonders hoch im Kurs stehen Heuschrecken.

 Kattas sind die bekanntesten Vertreter der nur auf Madagaskar heimischen Lemuren.

Kattas sind die bekanntesten Vertreter der nur auf Madagaskar heimischen Lemuren.

Foto: Zoo Duisburg

Nicht nur die Mütter spielen bei der Jungtieraufzucht eine wichtige Rolle, auch andere, kinderlose Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs. Auf diese Weise wird der Zusammenhalt in der Gruppe gefördert.

Kattas sind die bekanntesten Vertreter der nur auf Madagaskar heimischen Lemuren. Charakteristisch ist ihr langer, schwarz-weißer Ringelschwanz, der hoch aufgerichtet getragen wird, wenn die Tiere auf dem Boden laufen.

In Zoos wird die Tierart gerne gehalten und auch regelmäßig gezüchtet. Im Freiland sind sie hingegen nur gebietsweise noch zahlreich vertreten. Mehrere Populationen sind aufgrund von Lebensraumzerstörung stark bedroht.

(dab)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort