Duisburg : Reichlich Zuwachs am Zoo

Bei der Inventur am Kaiserberg wurden diesmal fast 1000 Tiere mehr gezählt als im Vorjahr – dem Korallenriff mit seinen großen Fischschwärmen sei Dank.

Bei der Inventur am Kaiserberg wurden diesmal fast 1000 Tiere mehr gezählt als im Vorjahr — dem Korallenriff mit seinen großen Fischschwärmen sei Dank.

 Das weiße Känguru-Junge sorgte im Zoo für Erstaunen.
Das weiße Känguru-Junge sorgte im Zoo für Erstaunen. Foto: Hohl, Ralf (hohl)

Kein Jahr vergeht, in dem im Zoo nicht akribisch gezählt, gewogen und gemessen wird. Was für Geschäfte gilt, das gilt auch für den Tierpark. Die jährliche Inventur muss sein, und das nicht etwa, weil man in Kaiserberg nicht weiß, wie groß der tierische Bestand und das nicht-tierische Inventar sind, sondern weil man so zusätzliche Sicherheit in die korrekte Führung von Büchern, Akten und Dateien bringt.

Dr. Jochen Reiter, wissenschaftlicher Leiter des Zoos, ist quasi Herr des Verfahrens und hält die Revierpfleger an, das benötigte Zahlenmaterial zu besorgen. Peinlich genau wird jedes Individuum mitsamt seinen besonderen Kennzeichen (wie Angabe des Geschlechtes, Geburtsdatums, seiner Ohr-Kennmarken, Brandzeichen oder computerlesbaren Mikro-Transponder unter der Hautoberfläche) festgehalten.

Der aktuelle Stand weist für den Zoo 4687 Tier-Individuen in 347 Arten aus und damit fast 1000 Individuen und 100 Arten mehr als im Vorjahr. Grund für den Zuwachs ist vor allem das neue Korallenriff im Aquarium, in dem sich kunterbunte Fischschwärme tummeln. Ohne Schuppen, dafür mit kuscheligem Fell, erreichte 2013 der erste direkt aus Australien importierte Koala — Irwin — den Kaiserberg und sorgte aktuell bereits für Nachwuchs. "Anders" kam ein Duisburger Bennettkänguru zur Welt: Es war schneeweiß und stellt einen seltenen Fall von Albinismus dar.

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Der Zoo Duisburg macht fast jedes Jahr mit einer Erstzucht auf sich aufmerksam. Seit erst zwei Jahren werden die selten in Zoos anzutreffenden Fischkatzen gehalten. 2013 erblickten drei Jungtiere das Licht der Welt — ein toller Erfolg für die Crew am Kaiserberg.

Und wer weiß, vielleicht klappt es in diesem Jahr auch bei den Brillenbären, die noch "kinderlos" sind. Weitere beachtenswerte Geburten und Schlupfe gab es 2013 wieder bei den Riesenottern, Netzgiraffen, Gorillas, Flachlandtapiren, Gänsegeiern und Südlichen Hornraben. Zu den Neuerungen gehörte im vorigen Jahr aber auch Bauliches: Mit Hochdruck wurde und wird noch immer an einer Anlage für Chinesische Riesensalamander gearbeitet, die Sparkasse Duisburg spendierte für die Kinder ein riesiges Piratenschiff und einen neuen Pavillon mit Spielplatz am Delfinarium. Und neue Süß- und Seewasserbecken wird es bald dank des Fördervereins geben.

(RP)