Zoo Duisburg : Schüler entdecken das Löwenleben

Im Zoo haben am Donnerstag die Löwenspiele stattgefunden. Hier haben sich die Zweitklässler verschiedener Grundschulen den unterschiedlichen Übungen, die alle einen Bezug zum König der Tiere hatten, gestellt.

Alex, der die Grundschule Gartenstraße in Hamborn besucht, reckt den Daumen in die Höhe auf die Frage, wie ihm die Löwenspiele denn gefallen würden. Dazu sind vier Duisburger Grundschulen in den Zoo gekommen. Alex’ Lehrerin, Tanja Teutloff, wurde postalisch über die Spiele informiert, habe ihre Klasse daraufhin beworben und wurde ausgelost. Nun steht sie mit ihrer Klasse an der zweiten Station nahe des Löwengeheges.

Der Stadtsportbund und die Lions Clubs veranstalten die siebten Löwenspiele für Kinder im zweiten Grundschuljahr. Den teilnehmenden Schulen wurden im Vorhinein verschiedene Übungskarten und Materialien zur Verfügung gestellt, mit denen die Kinder jeweils im zweiten Halbjahr im Sportunterricht üben konnten. Diese haben sich also über einen längeren Zeitraum spielerisch über die Bewegung mit dem Löwen auseinandergesetzt. Insgesamt 15 Übungen an neun verschiedenen Stationen verteilt im gesamten Zoo sind so konzipiert, dass sie einen direkten Bezug zum natürlichen Verhalten des Löwen in der Wildnis haben und auf die unterschiedlichen Fertig- und Fähigkeiten der Schüler eingehen.

Tanja Teutloff ist mittlerweile mit ihrer Klasse an der nächsten Station angelangt. Eine Helferin erklärt den Kindern, was sie bei dieser Aufgabe erwartet. Neben der großen Holzfigur eines Elefanten stehend, erläutert sie den neugierigen Schülern, dass sie auf Buchstaben springen müssen, um verschiedene Wörter wie Gnu, Antilope oder Büffel zu buchstabieren.

Hannah Bleier ist eine der freiwilligen Helferinnen. Sie ist vom Sophie-Scholl-Berufskolleg und bringt den Kindern an ihrer Station die Beutetiere des Löwen näher. Es können sowohl ein Zebra, als auch ein Gnu oder Büffel gepuzzelt werden, um die Tiere, deren Aufbau und Körperteile besser kennenzulernen. Fortgeschrittene dürfen mit einem Seil die Konturen der Beutetiere nachlegen. Hannah Bleier macht die Arbeit mit den Grundschulkindern sehr viel Spaß. Es sei eine Freude zu sehen, wie die Kinder ihr Vorwissen anwenden würden und wie gut dies funktioniere.

Beschenkt mit neuen Brotdosen gefüllt mit frischem Obst und einem weiteren Stempel für eine bestandene Übung geht es für die Klasse 2a der Grundschule Brückenstraße in Hochfeld in den neongelben Warnwesten weiter zu der nächsten Station. Hinter dem Raubtierhaus wartet dann schon eine neue Herausforderung auf alle Mitmachenden. Die Schülerin des Sophie-Scholl-Berufskollegs Meja Wald betreut hier mit ihren Mitschülern den „Kampf um die Beute“. Dabei sollen die psychomotorischen Fähigkeiten der Jungen und Mädchen durch ein Spiel bei dem sie sich in Zweierpärchen in einen Reifen ziehen müssen, gestärkt werden.

Die Kinder seien zwar etwas irritiert, weil die einzelnen Übungen an den Stationen nicht so lange dauerten wie erwartet, würden aber dennoch sehr positiv reagieren und Spaß dabei haben, heißt es. Spannend sei für sie vor allem zu beobachten, was für unterschiedliche Taktiken die Schüler anwenden würden, um nicht in den Ring gezogen zu werden.

Die Betreuerin Frau Gedig-Küpper ist mit der 2a unterwegs und erzählt, dass die Kinder begeistert von den Stationen seien, sich aber auch einfach sehr über den Zoobesuch freuen würden. Für viele Kinder sei das alles ganz neu und daher sehr aufregend. Die Schüler Sevda und Lukas haben für das erfolgreiche Passieren eines Flusses einen neuen Stempel erhalten. Dafür mussten sie über den „Fluss“ aus abgerundeten, wackeligen Steinen laufen und durften nicht ins Wasser fallen. Motiviert wollen sie auch noch die restlichen Aufgaben bestehen und am Ende mit allen neun Stempeln nach Hause fahren.

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