Känguru-Baby Lizzy darf im Duisburger Zoo bleiben

Känguru-Baby mit der Flasche : Publikumsliebling Lizzy darf im Duisburger Zoo bleiben

Känguru-Baby Lizzy, einer der aktuellen Stars im Duisburger Zoo, darf bleiben. Am Montag begrüßte die Tierfamilie am Kaiserberg ein neues Zuchtmännchen. Lizzys Vater musste den Zoo hingegen verlassen.

Am vergangenen Montag hat die Bennett-Känguru-Gruppe im Duisburger Zoo Zuwachs bekommen. Aus dem Tierpark Herford zog ein neues Männchen an den Kaiserberg. Lizzys Vater verließ das Ruhrgebiet hingegen bereits vor einigen Wochen in Richtung Österreich. Grund für den Tausch des Zuchtmännchens ist die kleine Lizzy selbst.

Im vergangenen Jahr retteten die Tierpfleger am Kaiserberg der kleinen Känguru-Dame das Leben. Ihre Mutter war unmittelbar nach der Geburt ihrer Tochter verstorben und Lizzy als kleines, nacktes Känguru auf die Wärme des mütterlichen Beutels angewiesen. Ohne den beherzten Einsatz des Duisburger Zooteams wäre Lizzy aller Voraussicht nach gestorben.

Mittlerweile ist Lizzy ein richtiger Känguru-Teenie und aus dem Haushalt ihrer Ersatzeltern ausgezogen. Foto: Zoo Duisburg

„In der Natur wäre der Tod der Mutter letztlich auch Lizzys Ende gewesen, sie hätte keine Milch mehr bekommen und wäre ausgekühlt“, sagt Janet Scheiblich, Tierpflegerin am Kaiserberg. Stattdessen zog Lizzy in einen Stoffbeutel, wurde von ihren Pflegern ständig umher getragen und bekam anfänglich alle zwei, später dann alle vier Stunden die Flasche mit echter Kängurumilch.

Die Aufzucht des kleinen Kängurus war für die Beteiligten ein enormer Kraftakt. „Wir mussten Lizzy am Anfang sogar mit ins Bett nehmen, die Tiere brauchen rund um die Uhr Körpernähe und müssen den Herzschlag der Mutter hören um sich wohl zu fühlen“, sagt Janet Scheiblich.

Mittlerweile ist Lizzy ein richtiger Känguru-Teenie und schon lange aus dem Haushalt ihrer Ersatzeltern ausgezogen. Um ihr künftig ein Leben in der Duisburger Känguru-Familie ermöglichen zu können, musste ihr Vater allerdings die Gruppe verlassen. Der Grund: Lizzy hätte von ihrem Vater gedeckt werden können, Inzucht wäre die Folge gewesen.

„Es ist toll, dass die kleine Lizzy jetzt bei uns bleiben kann und eines Tages vielleicht selber Mutter sein wird“, freut sich die Tierpflegerin.