Duisburg: Der handzahme "Rolf" ist gestorben

Duisburg : Der handzahme "Rolf" ist gestorben

Er galt als Liebling der Tierpfleger und wurde 21 Jahre alt. Sein Alter machte ihm zu schaffen.

Seit fast 20 Jahren lebte der im Jahr 1993 im Zoo Hannover geborene Nacktnasenwombat "Rolf" im Zoo Duisburg, am Montag ist er gestorben. Der absolut handzahme Wombat war beliebt bei Jung und Alt und eine der großen Attraktionen des Zoos. Zusammen mit Emus, Bennett-Kängurus und anderen Wombats fühlte sich der Wombatsenior auf der Australien-Anlage des Duisburger Zoos sichtlich wohl. Allerdings machte "Rolf" das fortschreitende Alter zu schaffen, zumal er von Geburt an deutlich kleiner war als die übrigen Wombats mit erheblichen Verformungen am Skelett.

Mit seinen letztendlich 21 Jahren wurde "Rolf" gleichwohl wesentlich älter als die meisten Wombats, deren Lebenserwartung bei etwa 14 bis 15 Jahren liegt. Das muss wohl auch an Mutter "Emma" gelegen haben, die im biblischen Alter von über 34 Jahren als ältester jemals bekannter Wombat vor sechs Jahren im Zoo Duisburg starb.

Neben seinen Knochen hatte "Rolf" auch Probleme mit seinen unregelmäßig wachsenden Zähnen, die im Halbjahresrhythmus korrigiert wurden. Dazu wurde "Rolf" regelmäßig in die Kleintierpraxis von Zahnspezialist Dr. Bernhard Lazarz verbracht, der die Zahnkorrekturen vornahm.

Nicht nur bei ihm, sondern vor allem bei den Zoo-Mitarbeitern sorgte die Nachricht von Rolfs Tod Traurigkeit aus, denn denen "Kleinen" hatte jeder gern.

Rolf gehörte zu den beliebtesten Plattnasen im Duisburger Zoo und stand, was seine Fan-Gemeinde anbetrifft, keinesfalls hinter seinen nahen Verwandten, den Koalas, zurück. Handzahm, vom Naturell ein Gemütsvieh, war er erklärter Liebling vieler Tierpfleger.

(RP)
Mehr von RP ONLINE