Zoo Duisburg: Seltener Oktopus Teo am Kaiserberg eingezogen

Einzug von Oktopus Teo: Ein seltener Meeresbewohner für den Zoo

Der Duisburger Zoo freut sich über einen Neuankömmling. Der Weißgefleckte Oktopus Teo ist die neueste Attraktion im Aquarium und der erste seiner Art am Kaiserberg.

Der Duisburger Zoo hat am Donnerstag einen neuen Bewohner im Aquarium begrüßt. Er hat acht Arme, schimmert rostrot mit weißen Punkten und hört auf den Namen Teo. Der Weißgefleckte Oktopus bewohnt ein extra für ihn angelegtes Becken, das mitten im Aquarium des Zoos aufgebaut wurde. Besucher konnten die neue Tierart am Donnerstagnachmittag zum ersten Mal bestaunen.

Am Kaiserberg hat es der Oktopus nicht nur mollig warm – das aufbereitete Meerwasser im Becken des Weichtieres ist mit angenehmen 25 Grad beheizt –, Teo hat auch ausreichend Platz zur Verfügung. Sein imposantes Eigenheim besteht aus einem deckenhohen Aquarium mit einem Durchmesser von eineinhalb Metern. Der Zylinder fasst etwa 2500 Liter Wasser. Und da alle Oktopoden Einzelgänger sind, hat Teo sein neues Reich ganz für sich allein.

Oliver Hallscheidt, Geschäftsführer von Octeo, und Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende des Duisburger Zoos, freuen sich über die neue Attraktion. Foto: Andreas Probst

Angefertigt wurde das Becken von einer Spezialfirma für Aquarienbau. Die vorgefertigten Elemente baute die Fachfirma gemeinsam mit Tierpflegern und Handwerkern des Zoos auf. Der Duisburger Multidienstleister Octeo spendete dem Tierpark nicht nur das imposante Becken, sondern auch den Bewohner.

Oliver Hallscheidt, Geschäftsführer von Octeo, zeigte sich bei der offiziellen Enthüllung begeistert vom Becken: „Teo wird sich hier bestimmt wohlfühlen.“ Dass sich das Unternehmen ausgerechnet einen Oktopus für eine Spende ausgesucht hat, ist kein Zufall. „Octeo ist nach dem Tier benannt“, erklärte Hallscheidt. „Wie ein Oktopus steht auch Octeo für Intelligenz, Vielseitigkeit und Flexibilität.“

Der Zoo freut sich über seinen neuen Bewohner. Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende des Tierparks, sieht in Teo eine Bereicherung für den Zoo und die Besucher. „Der neue Bewohner steigert die Attraktivität des Zoos ungemein“, sagte sie. Noch nie zuvor hätte es in dem Duisburger Tierpark einen Oktopus gegeben.

Teo hat den Umzug aus den Niederlanden an den Kaiserberg derweil gut überstanden. Der Oktopus lebt bereits seit zwei Wochen in Duisburg, hinter den Kulissen wurde seitdem an seinem neuen Zuhause gebastelt. „Ein Weißgefleckter Oktopus wird selten in Zoos gehalten“, sagte der Zoologische Leiter Johannes Pfleiderer. Oft werde in Europa der gewöhnliche Oktopus gehalten. Insgesamt seien weltweit lediglich knapp 20 Arten in Tierparks heimisch.

Derzeit müsse sich Teo noch an sein neues Zuhause gewöhnen, erzählte Pfleiderer. „Er verbringt noch viel Zeit in seiner Höhle“, so der Zoologische Leiter. „Wenn er auf Nahrungssuche geht, erkundet er aber das Becken.“ Den Oktopus dabei ausfindig zu machen, ist nicht so leicht. Teo kann seine Körperfarbe an die Umgebung anpassen, sich so tarnen und in der Natur vor Fressfeinden schützen.

Laut Pfleiderer sind Oktopoden sehr intelligente Tiere. Aus diesem Grund wollen die Tierpfleger Teo trainieren, bei der Fütterung auf bestimmte Signale zu reagieren. Doch es ist auch Vorsicht geboten: Da Teo außer seinem Schnabel keine harten Körperteile besitzt kann er sich durch die kleinsten Ritzen zwängen. „Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Aquarium zu einhundert Prozent dicht ist.“

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