Duisburg: Zielwurf erwünscht

Duisburg: Zielwurf erwünscht

Mit einem außergewöhnlichen Versuch geht Straßen NRW in Duisburg gegen den Abfall am Straßenrand vor. "Jeder Treffer zählt" verkünden Schilder über schräg-hängenden Mülleimern und fordern zum Zielwurf auf.

Ein Ziel zu treffen, sei es mit der leeren Wasserflasche, der Zigarettenpackung oder mit zerknülltem Papier spornt an. Manch einer macht den Wurf auf den heimischen Mülleimer oder den Papierkorb im Büro zum sportlichen Event. Genau das machen sich der Landesstraßenbaubetrieb Straßen NRW, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg und die Offensive für ein sauberes Duisburg zu Nutze. In ganz Duisburg sind an insgesamt sechs Autobahnanschlussstellen so genannte "Abfall-Fang-Körbe" aufgestellt worden und dazu Schilder mit dem als Aufforderung zu verstehenden Hinweis "Jeder Treffer zählt".

Wo früher Papiermüll, Glas und anderer Unrat einfach auf den Seitenstreifen landeten, wird nun zum gezielten Wurf auf den schräg stehenden Eimer aufgefordert. "Die Idee dazu kam aus Duisburg und ist der Versuch dem Müllproblem an den Autobahnen auf ungewöhnliche Weise Herr zu werden", erklärte Hans-Josef Neuhaus von Straßen NRW. Die sechs neuen Abfalleimer, die einem Basketballkorb ähneln, sind in der Stadtmitte, nahe der Abfahrt "Zentrum", an der A 40-Abfahrt "Häfen", in Beeckerwerth an der A42, und an A 59-Abfahrten in Walsum und Marxloh zu finden.

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Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg werden die Körbe zunächst einmal in der Woche leeren. "Natürlich wird nicht jeder das Ziel treffen. Die Idee ist es vielmehr, dass der Müll konzentriert an einem Punkt der Abfahrt landet und damit leichter und schneller aufzusammeln ist", erklärt Neuhaus. Zunächst soll es bei den vor kurzen aufgestellten sechs Körben bleiben. "Je nachdem wie die Idee funktioniert, wird das Projekt ausgebaut oder verworfen", so Hans-Josef Neuhaus.

Die Idee zu den Fangkörben für Müll kommt übrigens aus den Niederlanden. Dort sind sie vor allem entlang von Fahrradwegen zu finden. Eine Belohnung gibt es für einen Treffer allerdings nicht — wohl aber ein reines Gewissen und saubere Straßenränder.

(RP)
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