Duisburg Zehn Jahre voller Einsatz für Kinder und Jugendliche

Duisburg · Das soziale Angebot "pro kids" feierte zehnjähriges Jubiläum im "Kontaktcafé" an der Börsenstraße.

Seit mittlerweile zehn Jahren kümmert sich die Einrichtung "pro kids" des Duisburger Diakoniewerkes um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen. Mit einem kleinen Festakt wurde das Jubiläum gestern im Streetwork- und Kontaktcafé an der Börsenstraße gefeiert. In den Räumlichkeiten treffen sich vier Stunden am Tag Hilfebedürftige. "Wir haben etwa 15 regelmäßige Besucher in einem völlig offenen Rahmen", sagte Matthias Beine, Sozialwissenschaftler und Leiter von "pro kids".

Viele der Betroffenen hätten mit "prekären Wohnsituationen" zu kämpfen oder wurden vom Jobcenter sanktioniert. "Wir bieten Beratung bei rechtlichen Problemen und Schriftverkehr mit dem Jobcenter", so Beine. Außerdem gibt es im Kontaktcafé täglich eine warme Mahlzeit und ein Frühstück. Wenn das Geld der Besucher einmal ganz knapp ist, schnüren die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Einrichtung auch schon mal "Survival-Pakete" für das Wochenende. "Da ist dann alles drin, damit man über die Runden kommt", so Beine. Die Einrichtung pflegt seit ihrer Gründung enge Kontakte zu anderen Institutionen, den Trägern und zur Polizei.

Bei der Finanzierung ist "pro kids" größtenteils auf Spenden angewiesen. Zu den Unterstützern der ersten Stunde zählt unter anderem die Sparkasse Duisburg. "Das soziale Engagement durch Privatpersonen und Unternehmen wird immer wichtiger. Wir möchten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen in Duisburg leisten", sagte Hans-Werner Tomalak, Vorsitzender der Duisburger Sparkasse. Manfred Pojana vom Jugendamt lobte das "breite Spektrum in der Jugendhilfe in Duisburg und bezeichnete "pro kids" als gutes Beispiel dafür. Sieghard Schilling, damaliger Leiter der Einrichtung, erinnerte sich an die Entstehungsgeschichte. Man habe bereits 1996 darüber nachgedacht, ein derartiges Angebot in der Stadt zu etablieren.

Rückblickend betrachtet sei die Finanzierung manches Mal nicht ganz einfach gewesen. "Die Spenden haben nicht immer ausgereicht. Deshalb wurden immer wieder Eigenmittel investiert. Das wird auch künftig so bleiben", versprach Schilling, der auch die Lage der Einrichtung lobte: "pro kids ist mitten in die Gesellschaft gestellt, zentral in der Stadt".

(RP)
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