Duisburg: Zehn Jahre im Einsatz

Duisburg: Zehn Jahre im Einsatz

Die Ambulante Erst-Versorgung (AEV) Rheinhausen besteht seit einem Jahrzehnt, heute Abend wird groß gefeiert. Derzeit hat der Verein 20 ehrenamtliche Mitglieder, pro Saison fallen für einen Helfer bis zu 150 Einsatzstunden an.

Sanitätsdienst und Katastrophenschutz — das ist der Bereich, in dem der Rheinhauser Verein "Ambulante Erst-Versorgung" (AEV) tätig ist. Heute Abend feiert die AEV mit geladenen Gästen, unter anderem Politiker und Führungskräfte von befreundeten Organisationen und Vereinen, ihr zehnjähriges Bestehen. Schirmherr Rainer Bischoff (SPD), der den Verein schon länger unterstützt, wird die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Was im Mai 2002 aus der Not heraus entstand — die Rheinhauser Malteser waren gerade aufgelöst worden, einige Helfer wollten aber unbedingt weitermachen — ist heute ein Verein mit 20 ehrenamtlichen Mitgliedern. Betreut werden vor allem Einsätze in Rheinhausen und der näheren Umgebung, wie etwa Handballveranstaltungen des OSC, die Duisburger Tanztage, Stadtteil- und Sportfeste. Die meisten Veranstaltungen fallen in die Zeit zwischen Ostern und Herbst.

Höhepunkt: World Games 2005

"Ein Highlight waren für uns sicher die World Games 2005, schon alleine wegen des internationalen Publikums", erinnert sich Rolf Weigelt, Leiter des Sanitätsdienstes. "Da waren wir natürlich Teil eines viel größeren Teams und haben mit Organisationen wie dem DRK zusammengearbeitet, um die Veranstaltung stemmen zu können."

  • Solingen : Einsatzfahrzeug für Volksfeste

In den vergangenen zehn Jahren hat sich so einiges verändert, kann Weigelt aus seiner Erfahrung bestätigen: "Heute haben wir bei unseren Einsätzen zwei große Notfallrucksäcke, einen Defibrillator und eine Sauerstoffflasche dabei. Die Standards sind wesentlich höher, das muss aber auch erst einmal finanziert werden. Viele werden schon abgeschreckt, wenn sie hören, dass sie ihre Arbeitskleidung selber kaufen müssen."

Wie viele andere Vereine hat auch die AEV ein großes Nachwuchsproblem. "Bei uns ist viel Einsatzbereitschaft gefordert. Pro Helfer und Saison fallen schon mal 100 bis 150 Einsatzstunden an, das alles natürlich ehrenamtlich", so Weigelt. Schon die jüngsten Mitglieder werden auf die Einsätze mitgenommen und dürfen dort kindgerechte Aufgaben erledigen, zum Beispiel Pflaster aufkleben.

Für die nächsten zehn Jahre hat Weigelt auch schon Pläne: "Wir würden uns gerne einen Mannschaftswagen und einen Anhänger für unser Material beschaffen. Teilweise würden wir für Einsätze locker zwölf bis 15 Leute zusammenbekommen, können die in unserem jetzigen Einsatzfahrzeug aber nicht unterbringen." 2011 konnte sich die AEV durch Spenden einen Dacia Logan nach ihren Bedürfnissen umbauen. Zuvor mussten die Helfer mit Privatfahrzeugen zu den Einsätzen fahren und wurden damit oft genug nicht durchgelassen.

(RP/rl)