Wohnungsbörse in Duisburg: Acht Prozent des Bestandes sind Sozialwohnungen

Wohnungsbörse : Acht Prozent des Bestandes sind Sozialwohnungen

Das Interesse an Informationen rund um den Duisburger Wohnungsmarkt war groß. Das wurde bereits am frühen Samstagvormittag mehr als deutlich, als im Rahmen der Wohnungsbörse die Stände der Anbieter dicht umlagert waren.

Allein acht Wohnungsunternehmen waren bei der Veranstaltung auf der Königstraße am Start. Dazu konnte man sich noch bei der Polizei über optimalen Einbruchsschutz informieren oder sich am Info-Stand des Duisburger Wohnungsamtes darüber aufklären lassen, wie man eine Sozialwohnung erhält, Wohngeld beantragt oder auf welche Weise das Wohnen im Alter erleichtert werden kann. Rund um das Thema Wohnraum-Finanzierung berieten Experten der Sparkasse.

Veranstalter dieser lokalen Wohnungs-Messe ist die Kooperationsgemeinschaft „Wohnen und Leben in Duisburg“ (WoLeDu), die sich 2002 mit dem Ziel gegründet hat, den Wohnungsmarkt transparenter zu gestalten. Auch die Stellwände mit Wohnungsangeboten der privaten und genossenschaftlichen Unternehmen rückten bei zahlreichen Besuchern immer wieder in den Mittelpunkt des Interesses.

Thomas Schürkes vom Amt für Soziales und Wohnen bewertet die Lage auf dem Duisburger Wohnungsmarkt nicht so dramatisch wie in manch anderen Städten: „Wir haben hier schon ein niedrigeres Mietpreisniveau, allerdings liegt das auch an dem hohen Bestand an älteren Wohnungen, die nicht mehr dem heutigem Standard entsprechen.“ Zudem sei in Duisburg das Bild nicht einheitlich, die Lage spielt schon eine wesentliche Rolle, gefragt sind bevorzugt Wohnungen im Süden und in Innenstadtnähe.

Stadtmitarbeiterin Sabine Kaußen beobachtet den regionalen Wohnungsmarkt und sieht Duisburg im Bereich Sozialwohnungen ganz gut aufgestellt: „Rund acht Prozent des Wohnungsbestands sind Sozialwohnungen, das ist noch ein ganz guter Wert.“ Schürkes erwähnte, dass auch bei neuen Bauvorhaben Wohnungen für Familien mit niedrigerem Einkommen gebaut werden: „Die neuen Sozialwohnungen sind modern und barrierefrei und nicht mehr mit Wohneinheiten aus der Vergangenheit zu vergleichen.“ Hoffnung setzt man auf die neuen Baugebiete im Angerbogen und auf dem Wedauer Bahngelände („6-Seen-Wedau“). Beliebt bei vielen Mietern sind nach wie vor Wohnungsgenossenschaften. Dazu ist eine Mitgliedschaft erforderlich, die mit einer einmaligen Anteilszahlung – der verzinst wird – verbunden ist.

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