Duisburg: Wohnträume an Hochfelds Rheinfront

Duisburg : Wohnträume an Hochfelds Rheinfront

Die CDU Wanheimerort ließ sich erläutern, was aus dem ehemaligen Alga-Gelände an der Wanheimer Straße werden soll. Geplant ist, dort unter anderem fünf Hochhäuser mit 20 Etagen zu errichten.

Derzeit sind auf dem Gelände des ehemaligen Duisburger Kabelwerks diverse Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Spedition und KFZ-Gewerbe angesiedelt, die dort auf rund 67.000 Quadrametern Büros, Lagerhallen und Werkstätten am Rhein nutzen. Zudem gibt es auf dem insgesamt knapp 100.000 Quadratmeter großen Areal etliche nicht mehr genutzte alte Hallen und brachliegendes Industriegelände. Damit soll es nach den Plänen des Grundstückseigners Horst Gaßmann bald vorbei sein. Das Gelände soll als reines Gewerbegebiet bisheriger Prägung aufgegeben und zum großen Teil zu einem attraktiven Wohnstandort in unmittelbarer Rheinnähe werden.

Das war schon ein hochinteressanter Termin, den Joachim Schneider organisiert hatte. Der Vorsitzende des CDU-Ortverbands Hochfeld/Wanheimerort hatte Parteifreunde und Bürger eingeladen, den ALGA- Gewerbepark an der Wanheimer Straße zu besichtigen. Auf der Münchener Immobilienmesse Expo Real hatten Duisburgs Stadtplaner im vergangenen Jahr erstmals die Pläne des Eigentümers nach Entwürfen des Hamburger Planungsbüro M+P vorgestellt. Architekt Detlef Geis führte nun die Besuchergruppe über das alte Kabelwerk-Gelände und erläuterte vor Ort, was dort anstelle der alten Werkshallen künftig entstehen soll.

Das Alga-Gelände in Wanheimerort von der Wanheimer Straße aus gesehen soll bald ein andere Gesicht bekommen. Foto: Christoph Reichwein

Die Irritation, wie aus der derzeitigen Fläche von 93.000 Quadratmetern eine bebaute Brutto-Grundfläche von mehr als 150.000 Quadratmetern werden kann, löste Geis schnell auf: "Das wird durch die mehrgeschossige Bebauung erreicht, hauptsächlich durch die fünf geplanten Hochhäuser."

Die Planung erscheint dabei recht ambitioniert. Jeder der fünf Wohntürme soll 20 Stockwerke mit Rheinblick haben. Die Güterzugstrecke, die heute noch in unmittelbarer Nähe vorbei führt, soll da nicht störend wirken. Obwohl die Trasse erhalten bleibt, soll der direkte Rheinzugang (Südhafen, Kultushafen) gesichert sein. Detlef Geis: "Der wird später dann durch Brücken ermöglicht." Aber nicht nur die fünf Hochhäuser sind Bestandteil der neuen Bebauung. Geplant sind auch ein Hotel, ein Boardinghaus (Studentenwohnungen, Apartments für Firmenmitarbeiter), gefördertes Wohnen, ein Gesundheitszentrum, Nahversorgungseinrichtungen, ein Ärztehaus und auch weiterhin Gewerbeansiedlungen und Büros. Das gesamte Investitionsvolumen schätzt Architekt Geis auf 500 bis 700 Millionen Euro. Trotz der nicht gerade kleinen Summe sei Inhaber Gaßmann "in guten Gesprächen" mit möglichen Investoren, wie der Architekt versicherte. Altlasten seien derzeit kein Problem. "Da gibt es zwar eine 'Ölblase' aus alten Kabelwerkszeiten, die stellt aber kein großes Problem dar." CDU-Landtagsabgeordnete Petra Vogt, die die Gruppe begleitete, würde sich wünschen, dass dieses Projekt tatsächlich realisiert werden kann. "Allerdings ist es schwierig, sich das im Moment vorzustellen", meinte sie. Auf jeden Fall würde eine Realisierung positive Effekte auf das Umfeld in Wanheimerort haben. "Schon aus diesem Grunde wäre es wichtig, einen Investor zu finden", so Petra Vogt.

(RP)
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