Woche der Berufsfelder bei Woma in Rheinhausen

Woche der Berufsfelder : Ein Blick auf den Job von morgen

In der Woche der Berufsfelder luden Betriebe wie das Rheinhauser Unternehmen Woma Schülergruppen ein. Eine Aktion, die sich für beide Seiten lohnt.

Nicht nur darüber sprechen – besser hinfahren, anschauen und ausprobieren! Rund 25 Duisburger Betriebe öffneten in dieser Woche ihre Türen für Schülergruppen der 8. Klassen. Ein Angebot, das rund 200 Jugendliche nutzten. Mit dabei war auch das Rheinhauser Unternehmen Woma an der Werthauser Straße. Hier informierten sich am Donnerstag die jungen Leute der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Ruhrort über mögliche Jobs von morgen.

Der Firmenbesuch startete innerhalb der Woche der Berufsfelder, die von der Stadt Duisburg und der Niederrheinischen IHK im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ organisiert wird. Ziel ist es, die Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen zu vereinheitlichen und zu systematisieren.

Mit dabei war das Unternehmen Woma, international agierender Spezialist für Hochdruckpumpen. Dabei handelt es sich um Maschinen, die mit den Geräten, die zu Hause und im Garten zum Einsatz kommen, nicht mehr viel gemeinsam haben. Diese bieten eine maximale Leistung von 160 Bar. Bei Woma fangen sie bei 500 Bar an und enden bei rund 4000 Bar. Abnehmer sind etwa Dienstleistungsunternehmen, die mit den Rheinhauser Produkten Hochöfen in der Stahlindustrie reinigen. Auch Schiffswände in aller Welt werden mit Gerätschaften aus dem Duisburger Westen sauber gemacht.

Marketing-Mitarbeiterin Daniela Schnabel begrüßte die jungen Gäste, insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler, und stellte ihnen das Unternehmen vor. Anschließend ging es in die Werkstätten, wo sich die Jugendlichen die Werkzeuge genauer anschauen konnten - hier durften sie sogar kleine Arbeiten verrichten, so galt es etwa, Metallstücke zu feilen. Die Aktionswoche kommt aber nicht nur den Schülern zugute, wie Kristin Ventur von der Niederrheinischen IHK betont. Auch für die teilnehmenden Unternehmen sei sie eine hervorragende Chance, frühzeitig Jugendliche kennenzulernen, die später im Betrieb ein Praktikum absolvieren oder eine Ausbildung beginnen möchten.

Das bestätigte Woma-Mitarbeiterin Daniela Schnabel beim Rundgang. „Der Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte ist stark“, weiß sie. Daher nehme man auch gern an der Aktionswoche teil; auf diese Weise könne sich Woma schon frühzeitig als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. „Unsere erfahrenen Industriemechaniker und Maschinenbauingenieure bringen den jungen Duisburgern dabei unsere tägliche Arbeit und die Berufe lebhaft näher.“

Die 14-jährige Alexandra Harnischmacher war nach dem Besuch begeistert: „Es war total spannend“, urteilte sie. Und: „Ich bin beeindruckt, wie viel Kraft Wasserpumpen erzeugen können.“ Beim Betriebsrundgang erfuhren die Schüler, wie mit Wasser sogar Stahl geschnitten werden kann. Es ist mit Abrasivstoffen (Sand und Mineralien) versetzt und schießt mit einem Druck von tausenden Bar durch den Düsenkopf. Für die 14-jährige Alexandra jedenfalls steht von nun an fest: „Im nächsten Jahr kann ich mir ein Praktikum bei der Woma vorstellen.“

(kui)
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