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Duisburg: Wieder eine Nacht der offenen Gotteshäuser

Duisburg : Wieder eine Nacht der offenen Gotteshäuser

Zum dritten Mal öffnen am 14. März in Duisburg und Moers die christlichen Kirchen, die jüdische Gemeinde und die muslimische DITIB-Gemeinde ihre Gotteshäuser für eine Nacht.

Mit einem Sternenhimmel und dem Aufdruck "Gute Nacht" werben zurzeit 7000 Postkarten für die "Nacht der offenen Gotteshäuser Duisburg Moers". Die "Gute Nacht", so das doppeldeutige Motto, wird es am Samstag, 14. März, geben, wenn mehr als 50 Duisburger Kirchen, Moscheen sowie die Duisburger Synagoge zwischen 20 und 24 Uhr die Türen öffnen. Geboten werden Konzerte, Kunstaktionen, besondere Gottesdienste, Führungen und Vorträge. Viele Kirchen und Gemeinden beteiligen sich in diesem Jahr mehr oder weniger an den "Heimat"-Akzenten.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 gab es die erste "Nacht der Gotteshäuser",die Tausende Besucher anzog. Eine zweite, ebenfalls erfolgreiche Auflage, gab es 2012. Nun, bei der dritten "Nacht der offenen Gotteshäuser", könne man schon von einer "Tradition" sprechen, hieß es gestern beim Pressegespräch, an dem Lutz Peller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Christen, Michael Rubinstein, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde, der evangelische Superintendent Armin Schneider, ein Vertreter der Marxloher DITIB-Gemeinde und Martin Zensen, Leiter des Katholischen Bildungswerkes, teilnahmen. Das Pressegespräch fand in der Bibliothek der Jüdischen Gemeinde statt.

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Die Zusammensetzung der Pressekonferenz spiegelte ein Anliegen der "Guten Nacht" wider: Es soll ein Zeichen für ein gelingendes Miteinander der Religionen gesetzt werden. Besonders deutlich wird das in Marxloh. Unter dem Motto "Menschenwege - Gotteswege" werden Menschen ohne Ansehen der Person dazu eingeladen, an einer Art Prozession teilzunehmen, die von der Moschee in die evangelische Kreuzeskirche und die katholische St.-Peter-Kirche führt. In den Gotteshäusern werden religiöse Impulse gesetzt.

In der Jüdischen Gemeinde (Springwall 16) wird ab 20 Uhr "eine Zeitreise durch das jüdische Leben" angeboten, wobei das Motto "5775 Jahre in 90 Minuten" von einem gewissen Humor zeugt. Im Anschluss wird Michael Rubinstein Einblicke ins jüdische Gemeindeleben geben und Eindrücke, Schwierigkeiten und Chancen zu schildern. Die Jüdische Gemeinde bittet Interessenten, sich vorher anzumelden, Tel. 0203/ 2981205 oder per Internet unter info@jgduisburg.de

In jedem Gotteshaus wird ein eigenes Programm geboten. Martin Zensen hob beispielhaft die St.-Dionysius-Kirche in Mündelheim hervor. Dort zeigt von 20 bis 21 Uhr der Bürgerverein einen Film mit historischen Aufnahmen und Zeitzeugen-Interviews in der Kirche. Nach einem Chorkonzert zum Mitsingen lädt Pastor Ulrich Wojnarowicz zu einer spirituellen Raumerfahrung ein. Die Nacht schließt mit einem Taizé-Gottesdienst.

Die Nacht in der freien evangelischen Kirche Wanheimerort (Eschenstraße 14) findet im Gottesdienstraum statt, wo gefeiert und wo Currywurst & Co. angeboten werden. In der Salvatorkirche am Rathaus wird bereits um 19.30 Uhr mit einem Comedy-Abend gestartet. Es folgt eine Präsentation der Ausstellung "Körperhüllen". Im Anschluss daran gibt es eine nächtliche Kirchenführung.

In den Gemeinden liegen Programmbroschüren aus. Infos auch unter www.nog-duisburg-moers.de oder Tel. 0203/ 2951-3501.

(RP)