Duisburg Wie die Fußballparty auf der Straße richtig läuft

Duisburg · Nationalflaggen und Autoschmuck aller Art zeigen nun wieder, für welche Elf das Fußballherz schlägt. Und bei Autokorsos werden die Siege der Mannschaften gefeiert. Damit man trotz ausgelassener Fußball-Partys im Straßenverkehr sicher unterwegs ist, erklärt Axel Nowack, Leiter der TÜV-Station in Rheinhausen, worauf man achten sollte.

 Diese "Verkleidung" darf den Blinker nicht verdecken.

Diese "Verkleidung" darf den Blinker nicht verdecken.

Foto: TÜV Nord

"Solange die Sicht des Fahrers nicht eingeschränkt wird und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden, ist das kein Problem", sagt Nowack zum Thema Auto-Schmuck. "Bei Stoff-Überziehern für die Seitenspiegel im Nationalflaggendesign ist zu beachten, dass diese eventuell vorhandene Blinkleuchten nicht verdecken." Bei Autofähnchen (an den Seitenscheiben) warnt er davor, dass diese schnell abknicken können. "Der Autofahrer haftet, wenn durch das Abbrechen oder eine falsche Befestigung andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommen", sagt Nowack und empfiehlt, Fan-Schmuck vor einer Fahrt auf der Autobahn abzunehmen. In die Seitenscheibe geklemmte Fahnen seien zudem eine Einladung für Langfinger.

Die Autoversicherer könnten in einem solchen Fall die Regulierung des Schadens verweigern. Er warnt zudem vor besonderer Aufmerksamkeit, weil große und kleinen Fans im Siegestaumel auch schon mal unachtsam auf die Straße laufen.

Wer in einem Korso mitfährt und dabei das Autoradion auf "volle Pulle" dreht, muss bedenken, dass dies ein teurer Spaß werden kann. Eine konkrete Dezibelgrenze für die Musiklautstärke im Auto ist in der Straßenverkehrsordnung zwar nicht festgelegt, so Nowack. Trotzdem drohe eine Geldstrafe, wenn nach Ermessen der Polizei die Musik zu laut ist. "Wenn es durch die laute Musik zu einem Unfall kommt, bekommt derjenige zumindest eine Teilschuld zugesprochen - unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat", so Nowack.

(RP)