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Duisburg: Wie aus Backpulver ein Vulkan wird

Duisburg : Wie aus Backpulver ein Vulkan wird

45 Viertklässler aus zehn Grundschulen wurden bei der Herbstakademie am AEG zu Forschern.

Rayan und Len sind mit Begeisterung bei der Sache, denn sie dürfen versuchen, mit einem Gasbrenner verschiedene Dinge anzuzünden. Das gelingt bei einer Eisenstange eher schlecht, bei Stahlwolle schon besser und bei Metallspänen ganz hervorragend. Wie in der Forschung so üblich tragen sie dabei eine Schutzbrille und sehen auch ein wenig aus wie kleine Wissenschaftler. Genau diesen Forschergeist und ein Interesse an Naturwissenschaften soll die dreitägige Herbstakademie am Albert-Einstein-Gymnasium in Rumeln-Kaldenhausen wecken.

Wunderkerzen können dank einer Art Sauerstoffumgebung im Wasser weiterbrennen. Foto: Jörg Schimmel

Seit Montag dürfen sich 45 Viertklässler von zehn Grundschulen aus dem Duisburger Westen und Moers in mehreren Dutzend Experimenten versuchen. Unterstützt werden sie dabei von 35 Oberstufenschülern, die freiwillig drei Ferientage opfern, um die Grundschüler zu betreuen. Außerdem sind zwölf AEG-Lehrer aus den Naturwissenschaften dabei. "Es ist eine wirklich nette, ruhige und konzentrierte Atmosphäre", sagt Franziska Malik.

Foto: Jörg Schimmel

Die Mathe- und Physik-Lehrerin ist mit weiteren Kollegen für die Organisation der inzwischen zehnten Herbstakademie zuständig und hat recht mit ihrer Einschätzung: In jedem der naturwissenschaftlichen Räume wird mit Interesse geforscht und ausprobiert. Die Palette reicht dabei von den eher spektakulären Experimenten mit Feuer über einen Backpulver-Vulkan bis hin zu Arbeiten mit dem Mikroskop.

Viele Versuche halten auch ein Aha-Erlebnis bereit. So wird anhand eines "Fakir-Luftballons" gezeigt, wie es sich auswirkt, wenn Druck auf eine größere Fläche verteilt wird. Drücken die Kinder den Luftballon nämlich auf einen einzelnen Zahnstocher, zerplatzt er. Sind allerdings ganz viele der spitzen Holzstäbe nebeneinander angeordnet, bleibt alles heile. Auch den naturwissenschaftlichen Unterschied zwischen Cola und Cola Light können die Kinder kennenlernen. Denn während eine Dose Cola im Wasser untergeht, schwimmt eine Dose Cola light wegen der geringeren Dichte oben. "Die Experimente stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Naturwissenschaften. Viele kann man auch zuhause nachstellen", sagt Malik. Bei den Experimenten sollen die Kinder auch selbst überlegen. Vor dem jeweiligen Versuch dürfen sie mutmaßen, was wohl passiert.

Neben den Naturwissenschaften soll bei der Herbstakademie auch das Albert-Einstein-Gymnasium vorgestellt werden. Denn der Übergang zur weiterführenden Schule sei ein wichtiges Ereignis. "Wenn nicht gerade Geschwister auf dem Gymnasium sind, ist es für viele Familien oft etwas großes Unbekanntes", sagt Schulleiter Steffen Jelitto. Die Naturwissenschaften mit ihren spannenden Experimenten seien da der beste Zugang.

(RP)