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Duisburg: Wichtige Hilfe für Studienanfänger

Duisburg : Wichtige Hilfe für Studienanfänger

Mentoring ist ein Instrument für eine moderne Personalentwicklung. Davon profitiert auch die Lernkultur.

Wissenschaft verständlich für jedermann präsentiert, dies schreibt sich die Universität Duisburg-Essen seit vielen Jahren auf ihre Fahnen. Auch in diesem Jahr sind im Rahmen einer acht Veranstaltungen umfassenden Vortragsreihe des Uni-Collegs Vorträge und Exkursionen der unterschiedlichsten Fakultäten auf dem Campus Duisburg geplant. Den Anfang machte am Mittwoch der Vortrag "Mentoring als Instrument der Personalentwicklung" von Prof. Anne Schlüter von der Fakultät Bildungswissenschaften, Fachgebiet Erwachsenenbildung/Bildungsberatung der Universität Duisburg-Essen.

Die Geschichte des Wortes "Mentoring" hat ihren Ursprung in der griechischen Mythologie und der Name Mentor ist altgriechischen Ursprungs: In der Odyssee ist Mentor der Erzieher, Beschützer und Vaterersatz für den Sohn des Odysseus, für Telemachos. Heute verstehen wir unter einem Mentor eine erfahrene Person, die Berufsanfänger in der beruflichen Weiterentwicklung hilft und sie darauf vorbereitet, Führungsaufgaben zu übernehmen.

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Allgemein eingeführt wurde das Mentoring-Programm der Universität Duisburg-Essen unter dem Rektorat vom Prof. Ulrich Radtke im Wintersemester 2008/09. Das Mentoring-System ist in den einzelnen Fakultäten nach den Zielen der Fakultät fachkulturell ausgeprägt. Davor gab es seit 2001 bereits spezielle Mentoring-Programme für Promovierende und für Frauen in den MINT-Fächern, ebenso ein interkulturelles Mentoring-Programm. Für die Hochschulleitung ist Mentoring mit dem strategischen Ziel verbunden, die Studiendauer und -abbrüche zu reduzieren, die Absolventenzahlen zu erhöhen und eine Chancengleichheit zu ermöglichen. Viele Studierende kommen aus nicht akademischen Elternhäusern. Hier helfen Mentoring-Programme für den Studieneinstieg. Die Fakultäten haben auch die Ziele, den Studieneinstieg zu befördern, Beratungsangebote zu verbessern, Berufsübergänge zu unterstützen und den Studierenden den Übergang vom Studium zum Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Im Mentoring-Programm geht es auch um Persönlichkeitsentwicklung, Zeitmanagement und Lernstrategien. Mentoring reagiert auf erhöhte Anforderungen in der Studienorganisation ebenso wie auf Integrationsprobleme. Im Durchschnitt werden Mentees rund acht bis zwölf Monate von ihren Mentoren betreut. Dazu gehören Beratungs-, Einzel- und Gruppengespräche ebenso wie Fortbildungsangebote, Kontaktpflege, Vernetzung und Beratungen zum Mentoringrepertoire.

Laut Prof. Schlüter ist gerade die emotionale Unterstützung von Studierenden absolut wichtig für ihre Persönlichkeitsentwicklung. "Mentor-Mentee-Beziehungen stellen dabei komplementäre Entwicklungsbeziehungen dar, in deren Rahmen beide Seiten eine Entwicklungsaufgabe zu bewältigen haben." so Prof. Schlüter. Mentoring nutzt häufig den ressourcenorientierten Ansatz. "Wir stärken zuerst, damit unsere Schützlinge selbst in die Lage versetzt werden, seine Schwächen auszugleichen", so die Professorin.

Viele Unternehmen führen Mentoring durch — davon profitiert auch deren Lernkultur. Wer selbst beim Berufseinstieg einen Mentor zu Seite gestellt bekommen hat, ist meistens später bereit, selbst eine solche Rolle zu übernehmen und sein Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.

Studenten, die ein Mentoring-Programm durchlaufen haben, steigen schneller auf, sind mit ihrer Laufbahn zufriedener, zeigen eine höhere Arbeitszufriedenheit und identifizieren sich stärker mit ihrer eigenen Organisation.

Nachteile treten auf, wenn auf beiden Seiten unrealistische Erwartungen bestehen oder zu große Forderungen gestellt werden. Auch die autoritäre Einstellung eines Mentors gegenüber seinem Mentee kann sich als problematisch erweisen, so dass nicht jeder als Mentor geeignet ist.

Weitere Veranstaltungen sind abrufbar unter der Adresse: www.uni-due.de/uni-colleg

(RP/ac)