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Duisburg: Werbung aus Duisburg

Duisburg : Werbung aus Duisburg

Martin Tazl und Ingo Thielen feiern dieser Tage den sechsten Geburtstag von "TazlThielen Kommunikation". Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten, geht es der Agentur gut. Bodenständigkeit ist ihr Erfolgsrezept.

Keine großen, protzigen Glas- und Metallbauten, kein "Bussi-Bussi-Gehabe" und kein "Drum-Herum-Gerede". Stattdessen gemütliche Büros im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in Neudorf und auf den Punkt gebrachte Konzepte, die genau auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sind. Das ist die Marschroute von "TazlThielen Kommunikation". Für Martin Tazl und Ingo Thielen zählt vor allem eines: "Wir möchten für jeden Kunden ein individuelles Paket aus Werbung, Design und Marketing schnüren, das seine Ziele erfüllt und seinem Budget angepasst ist".

Ausrede Wirtschaftskrise

Ein Konzept, das aufzugehen scheint: Seit der Firmengründung, Ende 2003 geht es mit der Agentur stetig bergauf, und die Inhaber pflegen seit Jahren intensive Kontakte zu großen Kunden, besonders im Business-to-Business-Bereich. Inzwischen besteht das Uternehmen aus einen Team von sieben kreativen Köpfen und zahlreichen freien Mitarbeitern. Auch die Wirtschaftskrise kann "TazlThielen" nichts anhaben. "Ganz im Gegenteil, uns geht es gerade sehr gut", erklärt Martin Tazl. Die Krise werde seiner Meinung nach viel zu häufig als Ausrede dafür genommen, dass ein schlecht aufgestelltes Unternehmen sich nicht auf dem Markt halten kann. Gerade in der Werbebranche gebe es einige solcher Firmen. "Das mag in Zeiten, in denen das Geld locker sitzt, nicht so sehr auffallen", meint Martin Tazl. "Aber wenn die wirtschaftliche Lage schlechter ist, erwarten die Kunden mehr für ihr Geld". Über 15 Jahre Erfahrung haben die Inhaber im Bereich Werbung, Design und Marketing. Vor der Firmengründung haben sie für verschiedene Agenturen gearbeitet. Die kreative Erfahrung von Martin Tazl reicht aber noch weiter zurück: Während seiner Schulzeit brachte er ein eigenes Magazin heraus, in Konkurrenz zur bereits bestehenden Schülerzeitung. "Ich habe den hiesigen Geschäftsleuten angeboten, Anzeigen für sie zu entwerfen und diese in meinem Magazin zu veröffentlichen, gegen Honorar natürlich", erzählt Martin Tazl stolz. Besonders beliebt seien Comik- und Redaktionsteil gewesen.

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"Für den wurde ich von Schülern geliebt und von Lehrern gehasst", fügt er augenzwinkernd hinzu. Als er es schaffte, mit seinem Magazin Geld zu verdienen, sei für ihn klar gewesen, was er später machen wolle.

Düsseldorf zu überladen

Bei der Gründung der Agentur haben Tazl und Thielen Duisburg bewusst als Standort gewählt. Die NRW-Werbemetropole Düsseldorf sei ihnen zu überladen gewesen, und außerdem ist Martin Tazl waschechter Duisburger. "Ich habe die Stadt während der Stahlarbeiterkrise untergehen, aber sie durch den Strukturwandel auch wieder aufgesteigen sehen", erzählt Martin Tazl über die Verbundenheit zu Duisburg.

(RP)