Duisburg: Wenn Vulkane explodieren

Duisburg: Wenn Vulkane explodieren

Bei den Science-Lab-Kursen, die Ingrid Elberg in Großenbaum anbietet, lernen Kinder aufspielerische Art und Weise naturwissenschaftliches Denken. Dieses Mal ging es um Berge und Vulkane.

Großenbaum Im Haus am Glockenturm der katholischen Gemeinde St. Franziskus in Großenbaum hat Ingrid Elberg kleine Teppiche auf den Boden gelegt. "Jetzt stellt euch mal da drauf und macht einen Berg." Sechs Kinder folgen der Anweisung. Mit ihren Füßen schieben sie die Teppichmatten so zusammen, dass eine kleine Wölbung in der Mitte der Teppiche entsteht. "Schau mal, mein Berg sieht ganz anders aus als deiner", ruft Leon seiner Freundin Leandra zu. "Der hat viel mehr Falten."

Spielerisch herangeführt

Beim Science-Lab-Kursus, den in Duisburg die diplomierte Ingenieurin für Vermessungswesen, Ingrid Elberg, durchführt, dreht sich in der heutigen Unterrichtsstunde alles um das Thema "Berge und Vulkane".

Bei Science-Lab werden Kinder im Vor- und Grundschulalter spielerisch mit den Naturwissenschaften vertraut gemacht. Sie stellen aus Gemüse Farben her, lernen was eine Welle ist und wie man Töne hört. Alle Experimentierstunden werden miteinander verbunden und bauen aufeinander auf. Die Jungen und Mädchen nehmen aktiv an den Versuchen teil und erraten selbst, wie es zu den Ergebnissen kommt. Dies ist der Kursleiterin Ingrid Elberg besonders wichtig, wie sie sagt.

"Was haben die Teppiche denn jetzt, wenn ihr mit euren Füßen Berge macht", fragt Elberg die Kinder. Nach einigen Rateversuchen findet die fünfjährige Leandra die richtige Antwort: "Falten". "Genau", lobt Elberg das Mädchen. "Und wenn das in der Wirklichkeit geschieht, dann nennt man das Faltengebirge. So wie es hier in Deutschland die Alpen sind. Sollen wir mal schauen, wie das mit der Lava bei den Vulkanen aussieht?" Die Kinder nicken.

Gläser stehen auf dem Tisch. Elberg greift zu einer Wasserflasche und zu ein paar Strohhalmen. "Schüttet euch mal Wasser ein und blast dann durch den Strohhalm." Es blubbert und spritzt, als die ersten kleinen Forscher den Versuch unternehmen. Kichernd probieren die Jungen und Mädchen aus, "wie das so mit der Luft geht", wie die fünfjährige Leandra sagt. "Das ist ganz einfach. Wenn Luft nach oben will, dann kommt sie nach oben." Neue Gläser werden von Elberg auf den Tisch gestellt. Jetzt sind sie mit Honig gefüllt. "Versucht mal, wie das mit zähflüssiger Magma bei den Vulkanen ist." Große Blasen bilden sich, als die Kinder die Strohhalme benutzen. "Das spritzt viel höher", sagt Leon. "Genau, was meinst du denn, was gefährlicher ist, zähflüssige oder flüssige Lava", fragt die Diplomingenieurin. "Zähflüssige natürlich", ist Leons Antwort.

Zum Abschluss der Kursstunde gibt es noch ein kleines Modell eines Vulkans, den die Kinder mit Backpulver explodieren lassen.

Sie freuen sich schon auf die nächste Stunde, um im Kleinen und spielerisch zu lernen, wie das Große und die Welt funktioniern.

(RP)