Kolumne: Kommentar Wenigstens etwas

Die Stadt leidet darunter, dass Investoren fehlen. Die Überlegungen von Stararchitekt Foster in seinem Masterplan konnten einst begeistern und würden es noch mehr, wenn der Lord gleich Geldgeber mitgebracht hätte. Verabredet sich heute ein (potenzieller) Investor mit unserem Oberbürgermeister, was bekommt er auf dem Weg zum Rathaus aus dem Autofenster zu sehen?

Hinter der A 40 in Hochfeld eine überlastete provisorische Abfahrt, davor ein meistens leerstehendes Theater, um die Ecke ein vergammeltes Baugrundstück und an der Kreuzung zum Rathaus ein heruntergekommenes ehemaliges Schulgebäude. Von der anderen Seite (aus Duissern) eine von Unkraut überwucherte, vermüllte Brache, aus der ebenfalls diese Schulruine ragt. Oder er kommt über die A 59 aus Richtung Düsseldorf vorbei an einer hässlichen, verrosteten Industriehalle auf einem riesigen eingezäunten, ungenutzten Privatgrundstück vor dem Hauptbahnhof. Auch wenn die Stadt pleite ist, muss sie doch ihre Armut nicht so offen zur Schau tragen und könnte doch zumindest ein bisschen Rouge auflegen. Schließlich geht es um das Gesicht unserer Stadt. hch

(RP)