Duisburg: Wenig Geburtstagsgäste

Duisburg : Wenig Geburtstagsgäste

Am Montag, auf den Tag genau vor einem Jahr, wurde die Mercatorhalle im CityPalais eröffnet. Das war der Grund, diesen Geburtstag an einem Montag zu feiern. Mittags war die Resonanz noch eher bescheiden.

Helga und Heinz-Dieter Sültenfuß wollten sich mal in Ruhe umsehen. Die beiden inspizierten gestern in aller Ruhe die große Halle. Im Gegensatz zu vielen Veranstaltungen, in denen es so richtig voll ist, war der Tag der offenen Tür mehr etwa für die besonders Interessierten. Zumindest am Glücksrad des CityPalais bildet sich auch um 12 Uhr schon eine Schlange, meist aus Rentnern bestehend. Die dürfen einmal drehen und erhalten unter anderem Kugelschreiber, Stoffbeutel des Casino oder Gutscheine für eine Tasse Kaffee.

Dass die Mercatorhalle besonders durch ihre Multifunktionalität besticht, zeigte sich auch gestern beim Tag der offenen Tür: Während im Tagungsraum 4 des Kongresszentrums die Türen zu blieben, weil hier die IHK-Prüfung für Kaufleute in Einkauf und Logistik stattfand, flanierten die Besucher interessiert durch die anderen Räume des Tagungsbereichs. Im kleinen Saal spielen Mitarbeiter der Mercatorhalle in der "Allstar-Band" Songs von den Eagles, den Rolling Stones oder Mike & The Mechanics, nebenan musizieren Acustic Embassy. Im Foyer riecht's nach Erbsensuppe, die für drei Euro zu haben ist. Mittags bleiben die meisten Tische frei.

Raucher-Lounge

Auch die Fragerunde in der großen Halle fällt eher bescheiden aus. Der technische Leiter Kai Thienwiebel und Hallenmanagerin Sandra Gagliardi machen aus der Not der wenigen Besucher und noch weniger Fragen eine Tugend und erläutern die Besonderheiten der Hallenakustik. "Warum kann man denn hier auch in den Pausen nirgendwo rauchen?", fragt eine Besucherein. Das stimmt nicht ganz, erklärte Sandra Gagliardi. Es gibt eine kleine abgeteilte Raucher-Lounge im oberen Bereich der Halle. Anders sei das Nichtraucherschutzgesetz nicht umzusetzen.

Draußen, vor dem CityPalais war deutlich mehr los. Den Bagger an der Baustelle König-Heinrich-Platz fanden viele Duisburger offensichtlich spannender.

(RP)
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