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Duisburg: Weiterer Schritt hin zur Sekundarschule

Duisburg : Weiterer Schritt hin zur Sekundarschule

Die Elternbefragung zur Sekundarschule in Rheinhausen ist abgeschlossen und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass im Bezirk ein Bedarf für die neue Schulform vorliege, heißt es bei der Stadt Duisburg. Jetzt wird konkret geplant.

Die Planungen für eine Sekundarschule in Rheinhausen gehen in die nächste Runde. Die Stadt Duisburg will, wie berichtet, zum Schuljahr 2015/2016 am Körnerplatz, wo sich derzeit noch die Willi-Fährmann-Realschule Rheinhausen befindet, eine Sekundarschule gründen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, hat sie die Vorgabe des Schulministeriums NRW zu erfüllen, nach der zunächst eine Befragung zur Bedarfsermittlung durchgeführt werden muss. Dazu wurde den Eltern der Rheinhauser Grundschulkinder der zweiten und dritten Klassen Anfang Mai an drei Informationsabenden die neue Schulform vorgestellt. In einem nächsten Schritt wurden die Eltern angeschrieben und gefragt, ob sie die Sekundarschule wollen oder nicht. Die Fragebögen sind nun ausgewertet, die Ergebnisse liegen vor.

Insgesamt beteiligten sich etwa 40 Prozent der 1340 angeschriebenen Eltern, wie die Stadt Duisburg gestern mitteilte. Zum Vergleich: Bei der Befragung im vergangenen Jahr antworteten im Bezirk Süd etwa 46 Prozent und in Hamborn etwa 33 Prozent der befragten Eltern. Auf die Frage, ob sie ihr Kind nach Beendigung der vierten Klasse an einer Sekundarschule in ihrem Bezirk anmelden würden, antworteten 11,1 Prozent der Eltern der Rheinhauser Drittklässler mit "ganz bestimmt" (Zweitklässler: 9,1 Prozent) und 24,7 Prozent mit "eher ja" (Zweitklässler: 21,8 Prozent). Rechne man diese Werte auf eine volle Wahlbeteiligung hoch und werte die Antwortoption "eher ja" nur zur Hälfte, ergebe sich in Rheinhausen ein Potenzial für die Sekundarschule von etwa 160 Schülern pro Jahrgang, rechnet die Stadt vor.

"Aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Anmeldeverfahren und unter Berücksichtigung des lokalen Gesamtschulangebots und dem zu erwartenden Schülerrückgang gehen wir davon aus, dass eine vierzügige Sekundarschule den Bedarf nachhaltig decken wird", erklärt Bildungsdezernent Thomas Krützberg. Mit dem Ergebnis der Elternbefragung zum Sekundarschulbedarf in Rheinhausen könne nunmehr mit den konkreten Planungen begonnen werden.

Die Befragungsergebnisse zeigten, dass in Rheinhausen ein Bedarf für die neue Schulform Sekundarschule vorliege. "Ich freue mich, dass die Eltern großes Interesse an der neuen Schulform haben und den von der Politik eingeschlagenen Weg deutlich unterstützen. Das bestärkt uns im Umbau der Duisburger Schullandschaft", sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Mit Einrichtung der Sekundarschule zum Schuljahr 2015/2016 am Körnerplatz laufen die Real- und Hauptschulen des Bezirks sukzessive aus. "Der mögliche Wunsch an einem Realschulbesuch kann von den Realschulen im Bezirk Mitte gedeckt werden. Ein Hauptschulbedarf liegt in Rheinhausen nicht vor", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse und der weiteren Planungen soll in einer Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des Schulausschusses im September erfolgen.

(RP)