Duisburg: Weitere Neubauten sind unvermeidlich

Duisburg : Weitere Neubauten sind unvermeidlich

Eigentlich haben die Duisburger Eltern ab dem 1. August 2013 einen Anspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Doch dieses Recht wird vielen Eltern nichts bringen.

Um die Nachfrage befriedigen zu können, müssten mindestens 32 Prozent der Duisburger Kleinkinder betreut werden. "Diese Quote werden wir bis August 2013 nicht erreichen, derzeit liegen wir bei 23 Prozent. Wir brauchen noch mindestens ein halbes Jahr mehr Zeit, um auf die erforderlichen 32 Prozent zu kommen", sagt Thomas Krützberg, Leiter des Duisburger Jugendamtes. Viele Eltern werden also leer ausgehen.

Die Diskussion im Bundestag zur Einführung des Betreuungsgeldes, das CDU und FDP als Alternative für Eltern anbieten wollen, die keinen Kitaplatz benötigen, beschäftigt auch Krützberg. "Ich finde ein schwarz-weiß Denken bezüglich der alternativen Betreuungsgeld oder Kitaplatz falsch. Trotzdem bin ich ein großer Freund von Kitas, die Bildung vermitteln. Ich habe die Befürchtung, dass viele Menschen in Duisburg aus ihrer sozialen Notlage heraus den Anreiz erhalten, lieber das Betreuungsgeld anzunehmen und auf den Kitaplatz verzichten. Dabei könnte die Bildung zu kurz kommen, die ja auch schon in der Kita vermittelt wird."

Dies betrifft nach der Meinung Krützbergs nicht nur Familien mit Migrationshintergrund. Auch gäbe es nur wenige Unterschiede zwischen den verschiedenen Stadtteilen in Duisburg, was den Bedarf an Kitaplätzen angeht.

Trotzdem sieht Thomas Krützberg auch Erfolge. "Wir haben es in letzter Zeit geschafft, zusätzlich 286 neue Kitaplätze einzurichten, wir tun, soviel wir können, aber bis 2013 wird es nicht reichen", sagt Krützberg.

(RP)
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