Duisburg: Weihnachtliches zum großen Jubiläum

Duisburg: Weihnachtliches zum großen Jubiläum

Seit zehn Jahren gibt es die Veranstaltungsreihe "Klinikkultur" an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU). Zum Jubiläumsauftakt trat Rudi Gall mit seiner Heilig-A-Band auf.

Monika Langenberg braucht sich keine Sorgen um das Fortbestehen der "Klinikkultur"-Reihe zu machen. Das versicherte ihr der sich erst seit diesem Jahr im Amt befindliche Geschäftsführer der Buchholzer Unfallklinik, Hans-Peter Schlaudt, während einer kleinen Laudatio anlässlich des zehnjährigen Bestehens der längst etablierten Kleinkunstreihe.

Der neue Geschäftsführer räumte ein, auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus anfangs etwas verwundert über die kulturellen Aktivitäten der "Klinikkultur"-Macher gewesen zu sein. Er erkannte nach eigener Aussage dann aber schnell, dass diese Veranstaltungsreihe gut für den Ruf der Klinik, gut für die Patienten und gut für Duisburg sei.

Am 13. Dezember 2003 begann die Klinikkultur-Erfolgsgeschichte mit einer "kleinen satirischen Weihnachtslesung mit musikalischer Begleitung", wie Monika Langenberg den rund 200 Gästen des Jubiläumsauftakts erläuterte.

Die Veranstaltung war für die Patienten, die Beschäftigten der Klinik und interessierte Bürger aus der Nachbarschaft gedacht. Mit dabei war damals auch der Duisburger Musiker Rudi Gall, seinerzeit mit dem Brick Porter Trio. Aus der eigentlich nur als "Weihnachtsfeier der besonderen Art" gedachten Veranstaltung vor zehn Jahren hat sich eine Kleinkunstreihe entwickelt, die aus der Duisburger Kulturszene nicht mehr wegzudenken ist.

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Zum Jubiläumsauftakt hat man nach dem Motto "zurück zu den Wurzeln" ganz bewusst wieder auf Duisburger Künstler gesetzt. Rudi Gall hatte seine eigentlich bereits aufgelöste Heilig-A-Band wieder zum Leben erweckt und bot am Mittwochabend mit seinen vielseitigen Bandmitgliedern ein musikalisches Weihnachtsprogramm der Extraklasse. Seine Heilig-A-Band präsentiere weihnachtliche Lieder in einem ungewöhnlichen, aber qualitativ hochwertigem Format. Da wurden klassische, auch internationale Weihnachtslieder schon mal rockig und swingig interpretiert oder im Jazz- und Soul-Format dargeboten. Selbst geschriebene Songs rund um das Thema Weihnachten rundeten das dreistündige Programm ab.

Auffällig war das starke Aufgebot an Sängern, die bei den diversen Songs zum Einsatz kamen. Miriam Priebe, Verena Gabbert, Coco Voss, Ruth Strohm (eindrucksvoll mit "Searchin The Light"), Catrin Groth, die sich auch noch am Saxofon und an der Querflöte als klasse Musikerin outete, zeigten ihr vielschichtiges Können als Solo-Sängerinnen, im Duett oder auch als Background-Chor. Auch bei den Männern gab es ein dreiköpfiges Aufgebot an starken Stimmen. Dafür sorgten Ralf Rogosch, Klaus Grispitsch (stark mit dem Reggae "Where's Mr. Santa") und Frontman Rudi Gall.

Klinikkultur-Organisatorin Monika Langenberg trug ebenfalls zum Programm bei und zeigte als Entertainerin durchaus Qualitäten. Mit humorvollen und satirischen weihnachtlichen Wort-Beiträgen — unter anderem mit Loriots makabren Adventsgedicht von der mordenden Förstergattin — lockerte sie das Programm zusätzlich auf.

(pol)
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