Duisburg: Wedau ist startbereit für die Kanu-WM

Duisburg : Wedau ist startbereit für die Kanu-WM

Die Arbeiten rund um die Regattabahn sind fast abgeschlossen. Stadt, Land und Bund investierten rund 350.000 Euro, um die Rennstrecke fit für die WM zu machen.

Wo man auch hinblickt, überall im Bereich der Regattabahn wird gearbeitet. Bauarbeiter tragen schwere Holzbalken von A nach B, Streckenposten werden eingewiesen und Stahlgerüste aufgebaut. Inmitten dieses regen Treibens steht Otto Schulte. Der Präsident des Organisationskomitees der Kanu-WM wirkt das erste Mal seit Wochen entspannt. "Langsam macht sich Vorfreude bemerkbar", verrät er. "Der Sturm kann kommen. Unsere Vorbereitungen sind fast abgeschlossen. Bis jetzt gab es keine Probleme."

Bis zu diesem Punkt war es jedoch ein weiter Weg. Duisburg hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten für das erste internationale Sportereignis seit Jahren fit gemacht. Allein für die Schaffung von notwendigen Infrastrukturen haben Stadt, Land und Bund mehr als 350.000 Euro in die Regattabahn investiert. Neben erst kürzlich fertiggestellten "Boat Ports" — regensicheren Unterständen für Wettkampfkanus beziehungsweise Ruderboote — wurden entlang der Regattastrecke neue Starterhäuschen errichtet, in denen eine vom Kanu-Weltverband vorgeschriebene Kamera—Anlage Platz findet.

Außerdem wurden hohe Summen in die Fertigstellung einer neuen Jugendherberge an der Wedau und die Renovierung des Bettenturms der Sportschule investiert, um eine adäquate Unterbringung der Sportler garantieren zu können. Das Problem: aufgrund des unerwartet harten Wintern können beide Projekte nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. "Das war tatsächlich etwas ärgerlich", sagt Jürgen Dietz, Betriebsleiter von DuisburgSport, der die Weltmeisterschaft von städtischer Seite aus begleitet. "So mussten wir auf Hotels in der Umgebung ausweichen. Mittlerweile sind aber alle Sportler untergebracht." Der Großteil der Arbeiten rund um die Regattabahn ist eine Woche vor Beginn des Großereignisses bereits abgeschlossen. Bis die rund 1600 Athleten aus 75 Nationen in den Wettkampf gehen, gibt es nur noch Kleinigkeiten zu tun. "Wir müssen das Personal einweisen und Absperrungen errichten", so Schulte. "Da dürfte es aber auch keine Probleme geben."

Wie bei den Weltmeisterschaften in der Vergangenheit wird auch in diesem Jahr der größte Teil des Rundkurses um die Wettkampfstrecke für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Nur die letzten 1000 Meter, der in Rennrichtung linken Seite, werden für Fernsehaufnahmen gesperrt. "Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann wird es entlang der gesamten Strecke voll", hofft Schulte.

Den Zieleinlauf der Kanuten kann man jedoch nur von der Zuschauertribüne der Regattabahn aus verfolgen. Wer noch mit dabei sein möchte, sollte sich beeilen. Der Sonntag ist bereits ausverkauft. Karten gibt es noch unter www.kanu-duisburg.de

(RP)
Mehr von RP ONLINE