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Wasserschaden im Duisburger Stadttheater: Eine Katastrophe für die Kultur

Wasserschaden im Duisburger Stadttheater : Eine Katastrophe für die Kultur

Der Wasserschaden im Duisburger Theater hat am Freitag die Kulturverantwortlichen der Stadt erschüttert. Es drohen monatelange Aufräumarbeiten. Für die Duisburger Kulturlandschaft ist das der „Worst case“, meint unser Autor.

Dem Dezernenten Thomas Krützberg, der Pressekonferenzen gerne mit Scherzen aufzulockern pflegt, fiel am Freitag beim Gespräch, bei dem er eigentlich eine positive Bilanz der Duisburger Akzente ziehen wollte, nach eigenem Geständnis nichts Witziges ein. In der Tat: Der Wasserschaden im Stadttheater ist – nach einem Großbrand – der, wie Krützberg sagte, „Worst case“, der schlimmste Fall.

Die Wasserkatastrophe erinnert an die jahrelange Schließung der Mercatorhalle, bei der die Brandschutzvorschriften auf fast kriminelle Weise nicht berücksichtigt worden waren.

Es ist schon fast traurige Ironie des Schicksals, dass nun eine Sprinkleranlage, die im Brandfall das Schlimmste verhindern soll, den aktuellen Schaden verursacht hat, der für das Kulturleben der Stadt eine Katastrophe ist. Und wieder einmal erscheint das Theater am Marientor, das als Musical-Theater konzipiert wurde, als Ausweichquartier in der Not.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Beseitigung des Wasserschadens nicht so lange dauert wie dereinst bei der Mercatorhalle.