1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Wasserfeste Kleidung war ein Muss

Duisburg : Wasserfeste Kleidung war ein Muss

Das nasse Wetter am Vormittag führte dazu, dass sehr viel weniger Menschen an der Duisburger Radwanderung teilnahmen als sonst. Gegen Mittag schwangen sich dann doch noch ein paar Radler mehr auf den Sattel.

Starker Regen und kühle 15 Grad verhießen gestern Vormittag zum Start der 32. Duisburger Radwanderung nichts Gutes. Graue Wolken türmten sich am Himmel, und die Lust auf eine ausgiebige Fahrradtour schien vielen Duisburgern schon am Frühstückstisch vergangen zu sein. "Bis jetzt sind gerade einmal knapp 80 Menschen auf den Rädern und nehmen an der diesjährigen Radwanderung teil", sagte Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, um 10 Uhr, etwa eine Stunde nach dem offiziellen Start. "Im letzten Jahr nahmen insgesamt 5000 Radfreunde teil. Ich hoffe, dass sich das Wetter im Laufe des Tages noch bessern wird."

Der Stadtsportbund bot in diesem Jahr zwei Touren an. Die 20 Kilometer lange Route konnte auch von Familien mit Kindern gut bewältigt werden, und wer es ambitionierter mochte, wählte den Kurs über 50 Kilometer. Die 32. Auflage der Radwanderung lud zu einer Radtour an den Rhein-Herne-Kanal ein. "Die Hauptschlagader des Ruhrgebiets feiert in diesem Jahr Jubiläum. Der Kanal wird 100 Jahre alt", sagte Georg Puhe vom Amt für Stadtentwicklung. "Wir möchten den Duisburgern zeigen, dass Radfahren eine Alternative zum Auto darstellt und man seine Stadt mit dem Rad viel besser erkunden kann."

  • In Nordrhein-Westfalen sind 12,9 Millionen Menschen
    Grüne mit höchstem Frauenanteil : NRW wählt 106 Männer und 49 Frauen in den Bundestag
  • SPD-Kandidat Norbert Spinrath (64) aus Geilenkirchen:
    Bundestagswahl 2021 im Kreis Heinsberg : Verlierer ist sauer auf SPD-Promi Lauterbach
  • Sylvia Pantel verlor ihr Bundestagsmandat.
    Bundestagswahl in Düsseldorf : Wie Sylvia Pantel ihr Bundestags-Aus sieht

Das schienen sich auch die Teilnehmer zu denken, denen das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machte. Mit überdimensionalen Regencapes, wasserfesten Hosen und Regenmützen machten sich die mutigen Duisburger auf den Weg und traten kräftig in die Pedale. "Mein Sohn wollte unbedingt mitfahren, und davon konnte ihn heute Morgen auch der Regen nicht abbringen", sagte Volker Reis. "Ich fahre sehr gerne und häufig Rad. Rennrad, Mountainbike und natürlich auch immer Touren mit meinem Sohn Tim." Der Neunjährige wirkte entspannt und strahlte voller Vorfreude: "Ich möchte, dass wir jetzt endlich losfahren, denn 50 Kilometer sind ja auch eine lange Strecke."

Erich Lorscheider nutzte die Gunst der Stunde, um seine neu erworbene Regenkleidung zu testen. "Ich hoffe, dass meine Jacke den Zweck erfüllt, den die Beschreibung verspricht", sagte er. Er begab sich alleine auf die Strecke, denn nur so könne er die Ruhe und die Fahrt durchs Grüne richtig genießen. "Beim Radfahren kann ich mich richtig entspannen", so Lorscheider.

Während sich zum Mittag hin immer mehr Freizeitsportler auf ihre Zweiräder schwangen, bummelten Menschen mit Regenschirmen an den Ständen vor dem Einkaufszentrum "Forum" in der Innenstadt vorbei und informierten sich über Lastenräder, Liegeräder und Fahrräder mit Elektrounterstützung sowie über Radurlaube und boten auch eigene Gebrauchträder zum Kauf an.

Uwe Bursch sieht die jährliche Radwanderung als eine Art mobiles Stadtfest: "Wir sorgen mit Aktionen rund ums Rad auf der Königstraße für beste Unterhaltung. Der Fahrradflohmarkt ermutigt zum Auf- und Umstieg zur gesunden und umweltfreundlichen Mobilität."

Umweltfreundliches Handeln stand auch am Stand von Lea Braun im Mittelpunkt. "Mit unserer Aktion ,Ich bin die Energie' wollen wir die Menschen darauf aufmerksam machen, dass man Kurzstrecken mit dem Rad anstatt mit dem Auto zurücklegen sollte", so die Mitarbeiterin der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte. "Wir erhoffen uns, dass die Menschen in Zukunft mehr mit dem Fahrrad fahren und unserer Umwelt etwas Gutes tun."

(kha)