Duisburg: Wasser wird ab morgen teurer

Duisburg: Wasser wird ab morgen teurer

Die Stadtwerke wollen 50 Millionen Euro bis 2022 in die Trinkwasserversorgung investieren.

Die Stadtwerke teilten am Donnerstag mit, dass sie den Wasserpreis anheben. Ab Sonntag steigt der Grundpreis auf 43,12 Euro. Zur Begründung wird auf die gestiegenen Kosten verwiesen.

Das Unternehmen versorgt Duisburg mit jährlich rund 30 Milliarden Litern Wasser. Es kommt aus zwei eigenen Wasserwerken im Düsseldorfer Norden und einem mehr als 62 Millionen Liter fassenden Trinkwasserspeicher. Das Leitungsnetz ist 2200 Kilometer lang. "Um auch in Zukunft eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten, muss diese Infrastruktur gezielt erneuert werden", so das Unternehmen. Die damit verbundenen Kostensteigerungen machten eine Erhöhung des Wasserpreises um umgerechnet 59 Cent im Monat pro Haushalt erforderlich. Die Stadtwerke erhöhen zum 1. April den Grundpreis pro Wirtschaftseinheit von 36,02 auf 43,14 Euro brutto/Jahr. Eine Wirtschaftseinheit ist zum Beispiel ein Einfamilienhaus oder eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Die Verrechnungspreise für die Wasserzähler sowie der verbrauchsabhängige Mengenpreis blieben unverändert.

Das Unternehmen rechnet vor, dass für ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 132 Kubikmetern mit einer Kostensteigerung um fünf Cent pro Kubikmeter zu rechnen sei.

Insgesamt werden die Stadtwerke bis zum Jahr 2022 einen Betrag von über 50 Millionen Euro zur Instandhaltung und Erneuerung der Duisburger Trinkwasserversorgung investieren. Ein großes Modernisierungsprojekt ist bereits in diesem Frühjahr gestartet. Am Försterberg im Duisburger Stadtwald werden rund 15 Millionen Euro in den Teilneubau und die Sanierung von Wasserkammern des Trinkwasser-Hochbehälters gesteckt. Dieser dient als Zwischenspeicher und hält etwa 60 Prozent des Tagesspitzenbedarfs an Trinkwasser in Duisburg vor. Zudem sorgt er dafür, dass im Leitungsnetz ein gleichmäßiger Wasserdruck herrscht.

Auch die Erneuerung und Sanierung von Aufbereitungsanlagen und Gebäuden, die ständige Anpassung der Steuerungs- und Sicherheitstechnik sowie der Einsatz energiesparender Pumpentechnik erfordern Investitionen. So werden beispielsweise weitere 2,2 Millionen Euro in die Wasseraufbereitung im Wasserwerk Bockum investiert. Auch die Versorgungsnetze müssen stetig erneuert werden. Auf dem Sternbuschweg beispielsweise wurde eine Haupttransportleitung für Trinkwasser erneuert. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Weitere zwei Millionen Euro fließen in den nächsten vier Jahren in 120 sogenannte Durchflussmessstellen, mit deren Hilfe frühzeitig Leckagen lokalisiert werden können. Die Stadtwerke lägen auch nach der Preisanpassung immer noch unter dem vom Bund der Steuerzahler errechneten Mittelwert aller Wasserversorger in NRW, so das Unternehmen.

(RP)