Duisburg: Was mal war und was kommt

Duisburg: Was mal war und was kommt

Die Förderung von 50 000 Euro für das Komma-Theater gibt es erst seit 2009. Bis 2008 musste das Reibekuchen-Ensemble mit 25 000 Euro auskommen – und genau so viel Geld soll schließlich auch 2011 und 2012 noch fließen.

Trotzdem würde die Kürzung nicht einfach einen Rückfall auf den Stand von früher bedeuten, erklärt Martin Müllerhöltgen. In den Jahren vor 2009 sei die Erhöhung der Zuwendungen auf 50 000 Euro stets in Aussicht gestellt worden. "Wir haben uns darauf verlassen und in der Vorbereitung darauf über Jahre Projekte aufgebaut. Wir haben uns dabei sehr gestreckt", so Müllerhöltgen. "Wenn jetzt die Gelder gestrichen werden ist klar, dass der politische Wille nicht da ist, dass diese Projekte erhalten werden. Dann müssen wir sie einstellen."

Spätestens, wenn es dann 2013 völlig aus wäre mit der finanziellen Unterstützung, dürften die "Reibekuchen"-Schauspieler sich nach anderen Engagements umsehen – jeder für sich oder als komplettes Ensemble. Sie unterhalten das Komma-Theater als Spielort, aber sie sind nicht daran gefesselt: "Wir sind ein freies Ensemble", so Martin Müllerhöltgen. "Wir würde gucken, ob es nicht in einer anderen Stadt bessere Arbeitsbedingungen für uns gibt. Wir kämpfen also nicht für unser Überleben, sondern dafür, dass unser Haus für Kinder und Jugendliche erhalten bleibt."

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Der Kulturausschuss hat mit einer Mehrheit von FDP, SPD, Grünen und Linken Änderungen am Haushaltssicherungskonzept vorgeschlagen, nach denen die Kürzungen fürs Komma-Theater zurückgenommen werden sollen. Die Entscheidung trifft der Rat am 22. März.

(RP)