Duisburg: Warten auf die neue Mensa

Duisburg: Warten auf die neue Mensa

Obwohl die Klassen fünf und sechs der Lise-Meitner-Gesamtschule bereits seit November 2011 an der Ulmenstraße unterrichtet werden, ist die Verpflegung der bis zu 100 Schüler im Offenen Ganztag noch immer ein Provisorium.

Bis nach den Osterferien wird das wohl auch so bleiben.

Rheinhausen Gleich drei Mal erscheint der Name Lise-Meitner-Gesamtschule auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen. Endlich soll die neue Mensa am Standort Ulmenstraße, an dem seit November 2011 die rund 300 Fünft- und Sechstklässler der Schule unterrichtet werden, gebaut werden.

Schulleiter Jürgen Petrasch dürfte dies mit einiger Erleichterung zur Kenntnis nehmen. Denn seit mehr als zwei Monaten behilft man sich an der Ulmenstraße nun schon mit einfachsten Mitteln, um die Verpflegung der Schüler im Offenen Ganztag sicherzustellen. Gekocht wird in dem zur Küche umfunktionierten Hauswirtschaftsraum, ausgegeben werden die Gerichte in einem Vorraum und verzehrt in der provisorisch mit Tischen hergerichteten Aula.

Doch die 56 Sitzplätze reichen für die bis zu 100 Kinder, die dieses Angebot nutzen, bei Weitem nicht aus. Da kann nur in Etappen gegessen werden. Und trotzdem ist alles recht beengt, zwangsläufig entstehen erhebliche Wartezeiten in der Mittagspause. Und der zur Küche umfunktionierte Hauswirtschaftsraum kann von den Schülern derzeit nicht genutzt werden. Sie müssen extra zum Unterricht an den Hauptstandort der Gesamtschule an der Lessingstraße laufen.

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"Einige Mütter haben sich zum Glück bereiterklärt, bei der Essensausgabe zu helfen. Sonst könnten wir das gar nicht stemmen", sagt Martina Seifert, Leiterin der Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben und somit neue "Hausherrin" an der Ulmenstraße.

190 Quadratmeter geplant

Sobald die Bezirksvertretung Rheinhausen ihr Okay gegeben hat — das Verwaltungspapier ist mit dem Vermerk "Dringlichkeitsbeschluss" versehen — soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. "Sonst ist unser Umzug ja glatt über die Bühne gegangen. Jetzt hoffen wir, dass auch die Mensa nach den Osterferien in Betrieb gehen kann", zeigt sich Schulleiter Jürgen Petrasch optimistisch.

Die Pläne sehen vor, den bisherigen 40 Quadratmeter großen Kiosk mit Ausgabetheke und zwei ehemalige Unterrichtsräume zu einer dann 190 Quadratmeter umfassenden Mensa umzuwandeln. Dazu müssen Wände eingerissen, bestehende und neue Wände verputzt, Böden verlegt sowie Wand- und Bodenbereiche gefliest werden. Außerdem sollen Elektroleitungen erneuert, Wasserleitungen neu positioniert und eine Abluftanlage installiert werden. Die Umbaukosten werden auf 162 000 Euro geschätzt.

(RP/rl)
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