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Warnstreik: Duisburger Stahlarbeiter legen am Montag die Arbeit nieder

Warum die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind : Warnstreik: Stahlarbeiter legen am Montag die Arbeit nieder

Die aktuelle Tarifrunde ist wegen der Erkrankung von thyssenkrupp-Stahlchef Andreas Goss am Donnerstag nicht fortgesetzt worden.

Die IG Metall ruft für Montag, 11. März, alle Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie zu einer zweiten Warnstreikwelle auf. In allen Duisburger Stahlbetrieben stehen am Montag von 7.30 Uhr bis etwa 14 Uhr alle Räder still, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Betroffen sind die Werke Hamborn/Beeckerwerth, der Kokereibetrieb Schwelgern, ArcelorMittal Hochfeld, Salzgitter Mannesmann Forschung, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann, das thyssen-Werk Hüttenheim sowie Baosteel Tailored Blanks, ebenfalls ansässig im Duisburger Süden. „Die Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie sind sehr verärgert, so Dieter Lieske, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Duisburg-Dinslaken. Aufgrund einer Erkrankung des Verhandlungsführers habe der Arbeitgeberverband Eisen und Stahl am Donnerstag die 5. Verhandlungsrunde einseitig abgesagt. „Die Kollegen halten das für einen Skandal,“ so der Duisburgs IG Metall-Chef Dieter Lieske. „Es ist nicht akzeptabel, dass der Arbeitgeberverband wegen einer Erkrankung seines Verhandlungsführers die Tarifverhandlungen nicht fortsetzt.

Offensichtlich ist der Arbeitgeberverband schlecht aufgestellt, da er offensichtlich nicht einmal in der Lage ist, hier für Ersatz zu sorgen und verantwortungsvoll die Tarifverhandlungen, die sich jetzt schon über einen längeren Zeitraum sehr schwierig gestalten, nun endlich mit einem guten Ergebnis zu Ende zu bringen.“

Die Botschaft der IG Metall am kommenden Montag sei daher nicht nur, jetzt schnellstmöglich am Verhandlungstisch zu einem vernünftigen Tarifergebnis zu kommen, sondern auch die Reihen im Arbeitsgeberverband Stahl zu schließen und für den erkrankten Herrn Goss einen Ersatz zu finden.

„Wir wünschen Herrn Goss, der für seine Erkrankung natürlich nicht verantwortlich ist, gute Genesung, erwarten aber vom Arbeitgeberverband, dass er sich endlich einmal „sauber sortiert“ um seinen Aufgaben als Tarifpartner gegenüber der IG Metall und der Beschäftigten gerecht zu werden,“ so Dieter Lieske.