Nitrat Labormobil kommt nach Duisburg

Duisburg · Nitrat im Brunnenwasser stellt eine Gefahr für Mensch und Natur dar. Der VSR-Gewässerschutz will mit seinem Labormobil nun Abhilfe schaffen.

 Der VSR-Gewässerschutz will Proben untersuchen um über Nitratgehalt zu informieren.

Der VSR-Gewässerschutz will Proben untersuchen um über Nitratgehalt zu informieren.

Foto: VSR-Gewässerschutz e. V.

Nitrat und andere Schadstoffe im Brunnenwasser sind für den Garten eine große Belastung. Gerade während der Pandemie, wo sich Pools, Plantschbecken und Teiche größerer Beliebtheit erfreut haben, aber auch der Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten sehr beliebt wurde, wird die Qualität des Brunnenwassers immer wichtiger.

Aus diesem Grund bietet die Organisation VSR-Gewässerschutz am Mittwoch, den 7. Juli, auf dem vorderen Bismarckplatz in Duisburg-Homberg  eine Untersuchung des eigenen Brunnenwassers an. Von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr können Wasserproben am Labormobil abgegeben werden. Idealerweise sollen die Wasserproben in bis zum Rand gefüllte 0,5 Liter Mineralwasserflaschen aus Kunststoff gefüllt werden. Für 12 Euro wird, laut Betreiber, eine Untersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt durchgeführt. Diese Untersuchung würde vor Ort stattfinden und so könnten viele Bürgerinnen und Bürger ihre Ergebnisse schon gegen Ende der Aktion erhalten, heißt es weiter. Auch eine Beratung am Infostand sei durch die Einhaltung der Corona-Maßnahmen möglich.

Gegen eine höhere Kostenbeteiligung würden die Wasserproben noch auf Bakterien und weitere Parameter untersucht, teilt der VSR-Gewässerschutz mit. Das Gutachten würde dann zwei bis drei Wochen später den Kunden zugesendet werden, heißt es weiter.

Die Untersuchung helfe dabei, „kostbares Leitungswasser zu sparen“ heißt es. „Diese Trinkwasservorräte sind für die Nachfolgenden Generationen überlebenswichtig“ so der VSR-Gewässerschutz weiter. Der VSR-Gewässerschutz ist eine gemeinnützige Umweltorganisation die sich seit 40 Jahren für den Schutz der Gewässer und das Leben in und an ihnen einsetzt.  „Gartenbesitzer, die beim VSR-Gewässerschutz ihr Brunnenwasser untersuchen lassen, helfen Belastungen aufzudecken.“ so Susanne Bareiß-Gülzow, ein engagiertes Mitglied des VSR-Gewässerschutzes.

Ein besonders großes Problem des Brunnenwassers ist der teils viel zu hohe Nitratbestand. Laut VSR-Gewässerschutz liege das hauptsächlich an der intensiven Landwirtschaft, dem übermäßigen Einsatz von Dünger auf Ackerflächen. Nicht alle Brunnen aus der Region sind vom Nitrat betroffen, es komme darauf an, aus welcher Tiefe das Wasser entstamme, so der VSR. Aus gesundheitlichen Gründen sollte mit Nitrat belastetes Wasser nicht getrunken werden und sei daher auch für Pools und ähnliches nicht geeignet. Auch beim Gießen von Obst und Gemüse solle man den Nitratwert des Wassers kennen, um so eventuelle Schäden vorbeugen zu können.

Wird Nitrat doch schon im Boden, auf natürliche Weise, abgebaut, so komme es, laut VSR, zu gelöstem Eisen im Wasser. „So stellten viele Brunnenbesitzer in den letzten Jahren fest, dass ihr Brunnenwasser immer eisenhaltiger wird“ teilt der VSR weiter mit. Einerseits weise das Wasser dann, wenn überhaupt, nur noch eine geringe Nitratbelastung auf, doch das durch das Eisen gelb beziehungsweise orange gefärbte Wasser sei einerseits nicht schön, andererseits könne es beim gießen zu Pflanzenschäden kommen, so der VSR-Gewässerschutz.

(nvb)
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