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Duisburg: Vorsichtig bei Investitionen

Duisburg : Vorsichtig bei Investitionen

Die Mehrheit der Kleinunternehmer ist bisher mit dem Jahr 2016 zufrieden.

85 Prozent der Duisburger Freiberufler, Gewerbetreibenden und Handwerker bewerten die Entwicklung ihrer Branche als sehr gut oder stabil - damit ist man in Duisburg optimistischer als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die dritte Geschäftskunden-Studie für die Niederlassung Duisburg. Für diese wurden Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibende mit einem Jahresumsatz von bis zu 2,5 Millionen Euro im Auftrag der Commerzbank befragt. "Die Auftragsbücher sind bei den meisten Kleinunternehmern noch besser gefüllt als 2015", sagt Markus Lambertz, Leiter der Niederlassung Duisburg. Für 2017 ist der Ausblick sehr gut - die Hälfte der Geschäftskunden erwartet in Duisburg eine positive wirtschaftliche Entwicklung für das kommende Jahr.

Ein Drittel der Kleinunternehmer fürchtet in Duisburg bereits den Fachkräftemangel, das sind jedoch weniger als im Bundesdurchschnitt. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen zu haben. Die wichtigsten Gründe sind die geringe Anzahl an Auszubildenden, mangelnde Fachkenntnisse und die niedrige Bezahlung. Das größte Personaldefizit sehen rund ein Drittel der Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker im Produktionsbereich, aber auch bei Nachwuchs hakt es. Eine mögliche Antwort auf den Fachkräftemangel ist für 40 Prozent der Duisburger Kleinunternehmer die Einstellung von Flüchtlingen - das entspricht dem Bundesdurchschnitt. Wichtigste Voraussetzung dafür sind gute deutsche Sprachkenntnisse. Neben dem Fachkräftemangel sind auch die anhaltend niedrigen Zinsen für die Kleinunternehmer ein Thema. Ein Fünftel sieht die private Altersvorsorge und acht Prozent die betriebliche Altersvorsorge in Gefahr.

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Bei der Digitalisierung haben Duisburger Freiberufler, Handwerker und Gewerbetreibende im Vergleich zum Vorjahr Boden gut gemacht. Sie haben 2016 ihre Online-, Mobile- und Social-Media-Angebote ausgebaut.

Bei der Finanzierung ihrer Investitionen bleiben die Geschäftskunden weiter vorsichtig: Mehr als die Hälfte aller Investitionen werden in Duisburg aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert, weitere 18 Prozent aus eigenen Rücklagen. Nur ein knappes Fünftel nimmt derzeit einen Geschäftskredit oder eine Kreditlinie in Anspruch, wobei jeder Zehnte schon einmal einen Kredit online abgeschlossen hat. "Wenn ein Unternehmer einen Kredit benötigt, will er ihn schnell und unbürokratisch in Anspruch nehmen. Deshalb haben wir unsere Kreditvergabe 2016 weiter vereinfacht und beschleunigt", sagt Geschäftskundenleiter Sven Janssen.

(RP)