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Volksbanken Rhein-Ruhr (Duisburg) und Ruhr-Mitte fusionieren 2021

Bilanz für 2019 vorgestellt : Volksbanken fusionieren im nächsten Jahr

Die am Innenhafen ansässige Volksbank Rhein-Ruhr und die Volksbank Ruhr-Mitte in Gelsenkirchen werden ihre Fusion 2021 vollziehen. Die Bilanz für 2019 der Duisburger fällt positiv aus, die Corona-Pandemie bereitet aber weiter Sorgen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – im kommenden Jahr werden Nägel mit Köpfen gemacht: Dann werden die Volksbank Rhein-Ruhr und die Volksbank Ruhr-Mitte eins werden. Das erklärten Vorstandschef Thomas Diederichs und Vorstand Carsten Soltau am Montag im Rahmen der Vorstellung der Bilanz 2019, die sowohl als Präsenzveranstaltung am Sitz der Bank im Innenhafen als auch online ausgerichtet wurde. Diese Vorgehensweise dokumentiert zugleich auch die Arbeit der Bank zu Corona-Zeiten – und für die Zukunft. Es werde auch künftig Beratung in der Bank geben, so Diederichs, gleichzeitig erlebe das Online-Banking und der Service am Automaten immer größeren Aufschwung. „Mehr als die Hälfte unserer Kunden nutzt unser Online-Banking, inzwischen auch mehr als 20 Prozent der über 60-Jährigen“, sagte Diederichs. Dennoch wolle man sich aus der Fläche nicht zurückziehen, die Filialstruktur werde zumindest in den nächsten fünf Jahren nicht verändert – auch nicht durch die Fusion. Trotz des Zusammenschlusses zur „VerbundVolksbank Rhein-Ruhr e.G.“ bliebe die regionale Identität und die Marke Volksbank Rhein-Ruhr erhalten. Die neue fusionierte Bank erhält aber einen gemeinsamen Vorstand, Sitz des Instituts wird dann Gelsenkirchen-Buer sein. Gemeinsam mit einem Partner seien Herausforderungen wie Niedrigzinsen, Digitalisierung und die zunehmede Regulatorik der Bankenaufsicht besser zu meistern, weil die Banken dann nicht parallel an den selben Dingen arbeiten müssten.

Trotz der anhaltend niedrigen Zinsen sei der Bank 2019 wieder ein gutes Ergebnis gelungen, so Diederichs (siehe Box). Die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank habe man nur an wenige institutionelle Anleger weitergeben müssen, den Großteil der Kunden betreffe dies nicht. Gebührenfreie Girokonten wie bei einigen anderen Instituten wird es bei der Volksbank Rhein-Ruhr auch künftig nicht geben, betonte Soltau. „Allein die technische Führung eines Kontos beim Rechenzentrum kostet uns selbst sieben Euro im Jahr. „Wozu eine Geiz-ist-geil-Mentalität führt, erleben wir ja gerade in der Fleischindustrie“, meinte Diederichs. „Jede gute Leistung muss auch ihren Preis haben.“

In der Corona-Pandemie hat die Volksbank verstärkt auf Beratung per Chat, Video und Telefon gelegt, viele Mitarbeiter arbeiteten im Homeoffice. Die abgestürzte Konjunktur im Rahmen von Corona bereitet der Bank aber ebenfalls Sorgen: „Besonders in der Gastronomie und in der Veranstaltungsbranche ist die Situation bedenklich“, so Diederichs. Nicht zuletzt durch die Liquidätshilfen des Landes sei das Schlimmste verhütet worden. Dennoch rechnet der Volksbank-Vorstand demnächst auch mit einigen Insolvenzen bei Firmenkunden.