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Duisburg: Volksbank zieht an den Innenhafen

Duisburg : Volksbank zieht an den Innenhafen

Das Geldinstitut verzichtet darauf, am heutigen Standort an der Düsseldorfer Straße neu zu bauen, und wird stattdessen ab 2015 vom Alltours-Gebäude aus agieren. Der Reiseveranstalter zieht bekanntlich nach Düsseldorf um.

Gut für den Innenhafen, weniger gut für die Innenstadt: Der Reiseveranstalter Alltours sitzt bekanntlich auf gepackten Koffern und wird seine Geschäfte künftig aus dem ehemaligen Drei-Scheiben-Haus in Düsseldorf abwickeln. Dass sich mit der Volksbank jetzt ein neuer Eigentümer für die attraktive Immobilie am Wasser gefunden hat, ist für Duisburg eine gute Nachricht.

Auf der anderen Seite hatte die Volksbank geplant, am heutigen Standort neu zu bauen. Das hätte dem Standort an der Düsseldorfer Straße deutlichen Auftrieb gegeben. Nun droht an dieser Stelle Übel, zumal der bisherige Volksbank-Nachbar, die Zentralbibliothek, im kommenden Jahr in ihr neues Domizil umziehen wird. Sie wird bekanntlich gemeinsam mit der Volkshochschule das Stadtfenster an der Steinschen Gasse mit Leben füllen. Die Volksbank will zwar in der Innenstadt auf jeden Fall mit einer Filiale, in der die Kunden die üblichen Bankgeschäfte abwickeln können, vertreten bleiben. Aber über den Standort ist noch nicht entschieden.

Volksbank: Neubau an der Düsseldorfer Straße ist vom Tisch

Wie die Volksbank Rhein-Ruhr, die im Mai ihren 150. Geburtstag feiern wird, gestern mitteilte, ist sie neue Eigentümerin des Alltours- Gebäudes und nimmt damit Abstand von den lang diskutieren Neubauplänen an der Düsseldorfer Straße. "Nach Prüfung verschiedener Möglichkeiten ist man bei der Planung an Grenzen gestoßen. Daher wurde nach Alternativen zum Neubau gesucht", so das traditionsreiche Unternehmen.

Die Immobilie am Innenhafen biete die Gegebenheiten, die eine regionale Genossenschaftsbank dieser Größenordnung benötigt. "Die Räumlichkeiten des Alltours- Gebäudes werden unseren Ansprüchen an eine moderne Immobilie mehr als gerecht. Der Standort am Duisburger Innenhafen bietet für uns einen zentralen Punkt, um unsere Mitglieder und Kunden in einem zeitgemäßen Ambiente zu empfangen", begründete Vorstandssprecher Thomas Diederichs die Entscheidung. Auch die Genossenschaftsbank benötige Wachstumsreserven und könne dies an ihrem jetzigen Standort nicht gewährleisten. "Zurzeit sitzen weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren Verwaltungsbereichen in umliegenden Gebäuden auf der Düsseldorfer Straße und Börsenstraße und in Oberhausen, die wir zukünftig auch in den neuen Räumlichkeiten am Innenhafen unterbringen", kündigt der Vorstandssprecher an.

Ein größeres Gebäude muss her

Doch auch der steigende Verwaltungsaufwand für Banken erfordere immer mehr Kapazitäten für die einzelnen Bereiche. "Diesen Anforderungen hätten wir aufgrund der begrenzten Quadratmeterzahl am Standort Düsseldorfer Straße nicht gerecht werden können." Mit mehr als 8500 Quadratmetern bietet das Gebäude am Innenhafen, das 2001 gebaut wurde, ausreichend Platz für die Genossenschaftsbank. Die Bank plant im Erdgeschoss des neuen Standortes einen Selbstbedienungsbereich.

Das bisherige Gebäude auf der Düsseldorfer Straße wird voraussichtlich verkauft. "Unser Interesse an der Innenstadtentwicklung und vor allem der Aufwertung der Düsseldorfer Straße besteht nach wie vor. Daher sind wir besonders an einer Lösung interessiert, die diese Anforderung erfüllt", betont Wolfgang Diederichs. Eine Filiale der Bank, in der alle üblichen Bankgeschäfte erledigt werden können, werde in der Innenstadt bleiben.

Der Umzug von der Innenstadt an den Innenhafen ist für das Frühjahr 2015 geplant. Thomas Diederichs erklärt: "Wir werden Wand- und Bodenbeläge erneuern, das Gebäude klimatechnisch ertüchtigen und weitere kleinere Maßnahmen vornehmen, so dass wir eine Immobilie in Toplage, mit modernster Ausstattung und optimalen Beratungsbedingungen für Firmen-, Gewerbe- und Private-Banking-Kunden beziehen."

(RP)