Volksbank Rhein-Ruhr will Spendenmittel auf 600.000 Euro erhöhen

Bilanzpressekonferenz : Volksbank Rhein-Ruhr will mehr spenden

Die Volksbank Rhein-Ruhr ist mit dem Ergebnis 2018 trotz des schwierigen Umfeldes zufrieden.

Im geplanten Neubau an der Stelle des früheren Hauptsitzes der Volksbank Rhein-Ruhr an der Börsenstraße/Ecke Düsseldorfer Straße soll ein Büro-Großmieter künftig vom ersten Stock an alle Etagen belegen. Im Erdgeschoss soll es Ladenlokale und Gastronomie geben. Das erklärte Bankvorstand Oliver Reuter am Dienstag bei der Vorstellung der Bilanz der Genossenschaftsbank. „Bis zum 30. Juni sollten die Verträge eigentlich unter Dach und Fach sein“, erklärte Reuter. Wie berichtet hatte die Volksbank die Immobilie Ende 2018 an den Projektentwickler Fokus verkauft, der den früheren Banksitz nun gemeinsam mit dem Standort der früheren Zentralbibliothek neu bebauen will.

Niedrige Zinsen, Regulierungsdruck und für die Bank teure Bestimmungen in Sachen Verbraucherschutz machten der Volksbank Rhein-Ruhr 2018 mit ihren 16 Standorten (zehn in Duisburg, vier in Oberhausen, drei in Mülheim und eine in Ratingen-Lintorf) zu schaffen, dennoch wertete Vorstandssprecher Thomas Diederichs das Ergebnis von 14,25 Millionen Euro als „ordentlich“. 2017 hatte es noch bei rund 15,9 Millionen Euro gelegen.

Es sei wichtig gewesen, die Eigenmittel von 170 Millionen Euro im Jahr 2017 auf nun 181 Millionen Euro zu steigern, erläuterte Diederichs. Die Einlagensicherung habe man überkompensieren können: „Eine Genossenschaftsbank kann nicht pleite gehen“, so der Vorstandssprecher. Die Volksbank plane, ihre Förderung in den Bereichen Soziales, Kultur, Vereine, Sport sowie Kinder- und Jugendförderung von derzeit 500.000 Euro jährlich auf 600.000 Euro aufzustocken, um damit ihr soziales Engagement und die Verankerung in der Region noch mehr zu betonen. Bei der Volksbank geht man davon aus, dass die Niedrigzinsphase grundsätzlich noch über Jahre anhalten wird. Das bedeutet auch fallende Margen für die Volksbank. Dank eines Kreditwachstums von fünf Prozent fiel der Gewinn aus Sicht der Volksbank noch immer zufriedenstellend aus. Für 2019 ist man aber bei der Gewinnerwartung wegen des schwierigen Umfelds mit weiter niedrigen Zinsen nur verhalten optimistisch. Bei der Baufinanzierung rät die Volksbank daher zu höheren Tilgungsraten.

Bei der Digitalisierung geht die Volksbank Rhein-Ruhr neue Wege, etwa mit dem „Robo-Advisor“. Der Begriff ist abgeleitet aus „Roboter“ und „Advisor“ (Berater) und soll Kunden bei der Anlage per App unterstützen. Die Volksbank Rhein-Ruhr wird im August auf ein neues Rechenzentrum umschalten und dann eine neue Oberfläche am PC mit neuer Software bekommen. „Von Freitag, 9. August, 12 Uhr, bis Montag, 12. August, 11 Uhr, wird kein Online-Banking möglich sein, es gibt keine Kontoauszüge, die Geldautomaten sind stillgelegt und mit der Girocard können in dieser Zeit maximal 500 Euro bezahlt werden“, so Vorstand Carsten Soltau. Alle Kunden würden aber im Vorfeld noch rechtzeitig informiert werden.

(mtm)