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Sozialplangespräche gescheitert: Voestalpine Duisburg schließt

Sozialplangespräche gescheitert : Voestalpine Duisburg schließt

Die Verhandlungen über einen Interessensausgleich zwischen dem österreichischen Stahlkonzern Voestalpine und dem Betriebsrat des Schienenwerks in Dusiburg sind gescheitert. Damit schließt die Schienenproduktion in Duisburg nun endgültig zum Ende des Jahres. Das sagte Konzernsprecher Gerhard Kürner am Freitag und bestätigte damit Medienberichte. Voestalpine werde jetzt eine Schlichtungsstelle anrufen.

Von der Schließung der TSTG Schienentechnik GmbH sind rund 350 Mitarbeiter betroffen. Der Betriebsrat fordert, dass das Werk verkauft wird. Als einziger Schienenhersteller in Deutschland sei das Werk durchaus wirtschaftlich. Voestalpine hatte dagegen den im Frühjahr vergangenen Jahres vorgelegten Schließungsplan mit einer sinkenden Auslastung und zuletzt hohen Verlusten begründet. Bisher habe man dem Konzern auch kein Kaufangebot vorgelegt, so Kürner.

In Deutschland war der österreichische Konzern zuletzt im Zusammenhang mit einem Schienenkartell in die Schlagzeilen geraten. Beteiligt waren auch die deutschen Hersteller ThyssenKrupp und Vossloh. Die Unternehmen sollen über Jahre hinweg Preise zum Schaden der Deutschen Bahn abgesprochen haben. Der Betriebsrat sieht die Belegschaft als "Geschädigte der Kartellmachenschaften".

(lnw)