Duisburg: Villa Henle bleibt erhalten

Duisburg: Villa Henle bleibt erhalten

Die Villa Henle am Kaiserberg, einst als Haus für eine Unternehmerfamilie errichtet, steht im Mittelpunkt eines neuen Bauvorhabens. Auf dem Grundstück in allerbester Lage sollen ein Uni-Institut und 45 Wohnungen entstehen.

Die Wilhelmshöhe am Kaiserberg gilt als eine der exklusivsten Wohngegenden der Stadt. Die Villa Henle, in den 1920er Jahren als dreigeschossiges Zweifamilienhaus errichtet, wirkt verwahrlost.

Nach diversen Einbrüchen sind Fenster und Türen mit Brettern vernagelt worden. Die Inneneinrichtung der Villa soll aber noch gut erhalten sein. Dazu gehört eine filigrane Wendeltreppe, eine Glaswand zum Windfang sowie eine zweiflügelige Eingangstür mit Originalbeschlägen.

Abriss nicht mehr möglich

Das Unternehmen, das die Villa 1997 gekauft hatte, wollte sie eigentlich abreißen, um auf dem Grundstück insgesamt 50 Wohneinheiten mit Stellplätzen zu errichten. Genau zehn Jahre später scheiterte dieses Vorhaben endgültig: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf bescheinigte die Denkmalwürdigkeit der Villa, die Abrisspläne mussten auf Eis gelegt werden.

Nun gibt es einen neuen Anlauf — ein Bauvorhaben unter Erhalt der Villa Henle einschließlich des sogenannten "Fahrenkampanbaus". Ein weiterer Anbau an diese Gebäude soll eine Nutzung für ein Institut der Universität in Kombination mit Wohnungen ermöglichen.

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Ursprünglich war geplant, hier das Käthe Hamburger Kolleg unterzubringen. Da sich das Projekt aber nicht mehr bis zum Jahresbeginn 2012 verwirklichen lässt, kommt diese Option erst einmal nicht zum Tragen. Die Universität ist aber nach wie vor an einer Nutzung interessiert.

Auf den Grundstücken an der Rückseite der vorhandenen Gebäude an der Wilhelmshöhe / Am Botanischen Garten sollen nach dem Willen des Investors an der östlichen Grundstücksseite nun hochwertige Wohnungen und Penthäuser errichtet werden.

Drei- und viergeschossig

Dreigeschossige Häuser und ein in den Hang gebautes Souterrainparkgeschoss sind geplant. Während die Stellplätze durchgängig konzipiert sind, sollen die drei Gebäude darüber als Einzelbaukörper entstehen, um sich den Proportionen der Villen in der Gegend anzupassen.

Ein ähnliches Vorgehen ist im Norden des Baugebietes geplant. Hier sollen die Gebäude allerdings vier Geschosse erhalten. Da das Gelände an dieser Stelle nach Norden hin stark ansteigt, führe die Viergeschossigkeit nicht zu überhöhten Gebäuden, heißt es in der Vorlage zum Bebauungsplan. Die sogenannte "Weiße Villa" an der Wilhelmshöhe 12, ist zurzeit mit Büros belegt und würde in die Planungen integriert.

(RP)