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Duisburg: Vier Millionen Euro für Sanierung

Duisburg : Vier Millionen Euro für Sanierung

Schon seit langem ist der Sanierungsstau im Lehmbruck-Museum bekannt. Spektakulär war in diesem Zusammenhang die tagelange Schließung des Hauses, weil die Deckenplatten im vergangenen Frühjahr aus Sicherheitsgründen abgenommen werden mussten.

Am kommenden Montag steht die Sanierung des Lehmbruck-Museums zum ersten Mal auf der Tagesordnung eines städtischen Gremiums. In der Verwaltungsvorlage wird der Betriebsausschuss für das Immoblien-Management Duisburg über die Sanierungsarbeiten informiert. Die Kosten werden in dem Papier auf knapp vier Millionen Euro taxiert, genau: 3 970 000 Euro. Die Verwaltung geht von einer Sanierung in vier Bauabschnitten aus. Wenn der Ausschuss zustimmt, dann können die Arbeiten schon bald beginnen. Sie würden laut Plan 2016 abgeschlossen sein.

In der schriftlichen Vorlage heißt es, dass an allen Gebäudeteilen des Museums aufgrund von Materialalterung und Änderungen von Bauvorschriften Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Aufgelistet werden u.a. folgende Schäden: Die Flachdachabdichtungen sind undicht und das hölzerne Dachtragewerk morsch.

Auf den Glasscheiben der Dachaufbauten bildet sich in hohem Maß Kondensat. Die einbetonierten Regenfallrohre sind mindestens an einer Stelle ins Gebäudeinnere durchgerostet. Die Stahlbeton-Unterkonstruktion der Haupteingangstreppe ist aufgrund zu geringer Betonüberdeckung der Bewehrung stark beschädigt und muss erneuert werden.

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Die bereits demontierte Lichtdecke ist aufgrund von Materialalterung nicht mehr verkehrssicher. Sie soll denkmalgerecht erneuert werden. Die auf dem Dach erhaltenen Sockel der bereits demontierten Lichtkuppeln sollen entfernt werden, da sich dort Pflanzen ansiedeln und die Dachabdichtungen beschädigen. Aus Gründen der Unfallverhütung muss die Dachfläche für Wartungsarbeiten zugänglich gemacht werden.

Die Stadt hat mehrere Förderanträge gestellt. Etwa beim Denkmalförderungsprogramm der Bezirksregierung Düsseldorf. Dort hat man aber wohl abgewinkt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bewilligt dagegen 100 000 Euro. Es läuft noch ein Förderantrag beim Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, das die Übernahme von 50 Prozent der "zuwendungsfähigen Ausgaben" bescheren könnte. Eine Förderzusage liegt noch nicht vor.

(RP/rl)