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Duisburg: Viele Holländer steuern Duisburg an

Duisburg : Viele Holländer steuern Duisburg an

Der Einzelhandel zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts. Kritik gibt es an der Verkehrsführung im Innenstadt-Bereich, die zu Staus auf den Straßen führe.

Fünf Busse aus den Niederlanden standen am Samstagnachmittag vor dem City-Palais. "Ein solcher Anblick ist erfreulich für den Duisburger Einzelhandel", sagte gestern der Geschäftsführer des Einzelhandelverbandes, Wilhelm Bommann, der - wie bei jedem Adventswochenende - eine große Umfrage unter den Duisburger Händlern durchgeführt hat.

Würden die Einzelhändler Schulnoten verteilen, dann würden sie die Umsätze mit "befriedigend" bewerten, so Bommann. Interessanterweise gelte diese Note für nahezu alle Bereiche. Sowohl bei den Textilien als auch bei den Kosmetik- und Beauty-Artikeln ("Unsere Stadt soll schöner werden") wie auch bei Elektronikartikeln und Spielwaren habe es aus Sicht der Händler zufriedenstellende Umsätze gegeben. Bemerkenswert sei, dass in diesem Jahr auch wieder nach Spielzeug gefragt werde, das als pädagogisch wertvoll gilt. Der Slogan "Die Kunst zu spielen", die sich ein Duisburger Einzelhändler auf die Fahnen geschrieben habe, komme offenbar gut an.

"Die Innenstadt war trotz des unfreundlichen Wetters am Samstagnachmittag und frühen Abend sehr gut gefüllt", sagte Bommann. Die Parkhäuser seien von Duisburgern und Auswärtigen besetzt gewesen. Das sei erfreulich. Weniger erfreulich ist aus Sicht des Einzelhandels die Verkehrsführung in der Duisburger Innenstadt. Es sei nahezu unmöglich, einigermaßen zügig zu den Parkplätzen und Parkhäusern zu gelangen, so Bommann. Auf den Straßen bildeten sich regelmäßig Rückstaus, bei der es für die Autofahrer eine Zeitlang kein Vor und Zurück gebe. Das vermiese die Stimmung. Die Geschäftsleute drängen die Verkehrsplaner, verstärkt nach intelligenteren Lösungen zu suchen.

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Zufrieden sind Händler und Kunden offenbar mit der Gestaltung des Weihnachtsmarktes. Diese Einschätzung hat nicht nur Wilhelm Bommann als Vertreter des Einzelhandels, sondern auch die offizielle Stadt Duisburg in Form ihres Duisburg-Kontors. In dessen Halbzeit-Bilanz zum dritten Advent heißt es: "Schausteller und Duisburg Kontor sind mit den Besucherzahlen in der ersten Hälfte des Duisburger Weihnachtsmarktes sehr zufrieden. Die umfangreichen Werbemaßnahmen in Duisburg und im Umland bis hinein zu den holländischen und belgischen Nachbarn haben dafür gesorgt, dass neben den Duisburgern zahlreiche auswärtige Besucher den Weg in die Duisburger Innenstadt gefunden haben." Auch die Duisburger Hotels, die seit der Eröffnung des Weihnachtsmarktes einen spürbaren Anstieg bei den Übernachtungszahlen verzeichnen konnten, zeigten sich zufrieden, heißt es bei Duisburg-Kontor. An den Wochenenden kämen überwiegend Gäste aus den Niederlanden (die fünf Busse!), aber auch aus Belgien und sogar England nach Duisburg. Auf der Eisbahn am Kuhtor drehten nach Zählung von Duisburg Kontor 20 Prozent mehr Eisläufer ihre Runden, als es zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr der Fall war. Die Schausteller bekämen viele positive Rückmeldungen von Kunden, die sowohl das Warenangebot als auch die stimmungsvolle Atmosphäre des Weihnachtsmarktes lobten. Als Renner in den ersten drei Wochen erwies sich der Weihnachtsmarkt-Mercandise-Artikel "Winterwunderschneekugel". Die Nachfrage nach der limitierten Auflage der Glaskugel des Duisburger Weihnachtsmarktes war so intensiv, dass bis auf wenige Exemplare alle verkauft sind.

(pk)