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Duisburg: Viele Besucher beim Pflanzenmarkt

Duisburg : Viele Besucher beim Pflanzenmarkt

Trotz des wechselhaften Wetters kamen viele Menschen nach Baerl.

Siegfried Weihrauch steht im strömenden Regen. Das Wasser tropft bereits von seiner breiten Hutkrempe herunter. Trotzdem geht der Kunsthandwerker begeistert seiner Arbeit nach. Geschützt von einem weißen Pavillon, verkauft er auf dem Gelände des Steinschenhofes in Baerl selbstgegossene und geschweißte Gartenverzierungen aus Eisen. So wie der ehemalige Maschinenschlosser waren auch viele andere Aussteller dem Ruf des Ortsvereines der SPD gefolgt, der gestern den Baerler Pflanzenmarkt auf dem Bauernhof veranstaltete. Etwa 20 Unternehmen aus der näheren Umgebung hielten dort alles parat, was der passionierte Gärtner sich nur wünschen kann. Ob Kräuter, Jungpflanzen oder Gartengeräte - das Angebot war vielfältig und die Kunden waren trotz anhaltender Regenfälle kauffreudig. Hans Gerd Bosch, der Ortsvereinsvorsitzende der Sozialdemokraten, war zufrieden: "Das Wetter könnte zwar besser sein", sagte er, "aber es läuft."

Der Pflanzenmarkt fand in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Die Idee hinter der Veranstaltung ist aber noch aktuell. "Baerl ist ein ländlicher Ortsteil im Grünen, in dem so gut wie jeder Bewohner einen eigenen Garten hat", erläuterte Bosch. "Außerdem haben wir mit dem Steinschenhof eine wunderbare Örtlichkeit, die sich durchaus sehen lassen kann. Mit dem Markt wollen wir das zusammenbringen."

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Sibille Weyand jedenfalls, die gemeinsam mit ihrem Mann Reinhard den Bauernhof bewirtschaftet, bewertete die Zusammenarbeit als sehr fruchtbar: "Ich wurde bei einer unserer anderen Veranstaltungen angesprochen, ob ich mir einen Pflanzenmarkt auf unserem Hof vorstellen könnte", sagte sie. "Das konnte ich. Mittlerweile können wir im Frühjahr regelmäßig diese schöne Veranstaltung präsentieren. Das ist doch was."

Ausschließlich regional tätige Hersteller dürfen auf dem Steinschenhof ihre Waren anbieten. Ein Konzept, das besonders bei den Kunden gut anzukommen scheint. "Wenn ich hier meine Gartenpflanzen kaufe, weiß ich wenigstens, wo sie herkommen", beschrieb zum Beispiel Edeltraut Hrekat die Vorteile des Hofeinkaufes. Sie schätze vor allem den direkten Kontakt mit den Händlern. Beim Einkaufen gehe es schließlich auch immer um Vertrauen.

Ähnlich sah das auch Kunde Georg Terbert: "Wenn man von Händlern kauft, die man kennt und zu denen man hinfahren kann, dann kann man auch sicher sein, dass die Pflanze nicht in irgendeiner Chemie-Suppe herangezüchtet worden ist", sagte er. Heutzutage müsse man leider so denken. Im Supermarkt einzukaufen, das sei einfach nicht mehr dasselbe wie früher, so Terbert.

(th)