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Duisburg: Vergangenheit wieder lebendig machen

Duisburg : Vergangenheit wieder lebendig machen

Gegenstände bergen für viele Menschen kostbare Erinnerungen – mal freudige, mal traurige. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind meist unvergesslich. Bei der Ausstellung "Damals in Duisburg", die ab Freitag, 28. August, im CityPalais zu sehen ist, haben Duisburger die Möglichkeit, diese lebendig gebliebenen Erinnerungen mit anderen zu teilen und zu zeigen, wie viel ihnen ihre Stadt bedeutet. Bis Freitag hatten Interessierte Zeit, ihre Erinnerungsstücke einzusenden. Aus etwa 150 Vorschlägen wurden nun die 100 schönsten Exponate ausgesucht, die bis zum 13. September das Gebäude in der Innenstadt schmücken werden.

Eines davon ist der "Kelch der Tränen", den Manfred Kleinrahm der Ausstellung zur Verfügung stellt. Der Pokal ist von ihm und seinen Kollegen bei ThyssenKrupp in Handarbeit aus Hochofenschlacke hergestellt worden. Er soll die Unterstützung der Fans für ihren Verein, den MSV, symbolisieren, dem sie immer die Treue halten werden. Ein weiteres Stück Stadtgeschichte kann Renate Helms ihr Eigen nennen: eine original Benzin-Sicherheitslampe. Dabei handelt es sich um eine Grubenlampe, die die Firma Friemann & Wolf sich im Jahre 1882 patentieren ließ. Sie zeigte den Grubengasgehalt an, sodass die Bergarbeiter vor drohenden Explosionen im Stollen gewarnt waren – eine Aufgabe, die bis dahin Kanarienvögel übernommen hatten. Ob diese beiden die Prunkstücke der Ausstellung sind, können die Besucher aber selbst entscheiden. Mit Karten, die überall im CityPalais ausliegen werden, sollen sie das schönste Erinnerungsstück küren.

Künftig noch mehr Raum

"Viele Einsender haben bereits geäußert, dass die Ausstellung mit zwei Wochen doch etwas kurz veranschlagt sei", so Manuela Kastl von der BlueChip Agentur, die mit dem CityPalais zusammenarbeitet. "Sollte die Resonanz der Besucher ähnlich sein, könnte man überlegen, künftig mehr Raum für die Ausstellungsstücke bereit zu stellen stellt und den Besuchern mehr Zeit gibt, diese zu bestaunen."

Die Ausstellung findet im Rahmen der City-Offensive "Ab in die Mitte" statt.

Informationen zur Ausstellung gibt es auf den Internetseiten des CityPalais oder der Stadt Duisburg.

(RP)