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Verdacht auf Bomben in Duisburg: Evangelische Krankenhaus wird evakuiert

Verdacht auf mehrere Kriegsbomben in Duisburg : Evangelisches Krankenhaus wird am Donnerstag evakuiert

Drei alte Kriegsbomben werden rund um das Evangelische Krankenhaus im Duisburger Norden vermutet. Am Donnerstag soll der Verdacht überprüft werden. Rund 200 Patienten werden dafür evakuiert, im schlimmsten Fall sind hunderte Anwohner betroffen.

Dem Evangelisches Krankenhaus Duisburg-Nord (EKN) steht ein organisatorisches Großereignis bevor: Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf wird am Donnerstag mögliche Bombenverdachtspunkte auf der Warbruckstraße prüfen. Das teilte die Stadt am Montag mit. Rund 200 Patienten müssen deshalb schon am Morgen aus der Klinik evakuiert werden. Auch etwa 120 Bewohner aus dem Wohnstift Walter Cordes (WWC) müssen das Gebäude für mehrere Stunden verlassen.

Ob es sich tatsächlich um alte Kriegsbomben handelt, kann erst bei Grabungsarbeiten am Donnerstag festgestellt werden. Die beiden Einrichtungen werden vorsorglich evakuiert. Sollten nur ungefährliche, metallische Gegenstände gefunden werden, kann auf Entschärfungsmaßnahmen verzichtet werden. Auch eine Sperrung der A59 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Walsum und Duisburg-Marxloh nicht ausgeschlossen werden.

Das Bürger- und Ordnungsamt informiert die von Sicherheitsmaßnahmen betroffenen Anwohner im Umkreis von 1000 Meter um die Verdachtspunkte an der Sportanlage Warbruckstraße am Montag und Dienstag durch Hinweiszettel. Maximal könnten bis zu 1200 Anwohner evakuiert werden.

Sollte eine Bombenentschärfung erforderlich sein, wird das Bürger- und Ordnungsamt die betroffenen Anwohner auch durch Lautsprecherdurchsagen und mit Hilfe der WarnApp NINA informieren. Anwohner, die im möglichen Evakuierungsbereich wohnen und bettlägerig sind, bittet die Stadt, einen möglichen Krankentransport umgehend anzumelden. Eine Abstimmung mit den betroffenen Anwohnern erfolgt dann am 8. Oktober durch das Bürger- und Ordnungsamt.

Das EKN kann am Donnerstag von Besuchern nicht angefahren werden. Das Krankenhaus weist darauf hin, dass auch das Herzzentrum in Meiderich und das Bethesda Krankenhaus in Hochfeld am Donnerstag keine Besuchsmöglichkeiten bieten können, da diese Krankenhäuser in die Maßnahmen organisatorisch eingebunden sind.