1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Verbände schlagen Alarm: Probleme am Arbeitsmarkt

Duisburg : Verbände schlagen Alarm: Probleme am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenzahlen sind in Duisburg im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Im November gingen insgesamt 30 579 Menschen keiner Arbeit nach. Damit waren 258 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Oktober.

Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 12,5 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Verbesserungen konnten vor allem in der Gruppe der Jugendlichen erzielt werden. Das "Kernproblem", so Duisburgs Agenturchef Ulrich Käser, seien weiterhin die Personen, die Arbeitslosengeld II erhalten. Im November bezogen 24 600 Duisburger Hartz IV. 13 000 von ihnen werden der Gruppe der Langzeitarbeitslosen zugerechnet.

Unterdessen schlägt die Arbeitsgemeinschaft der Duisburger Wohlfahrtsverbände Alarm: Die Arbeitsmarktpolitik in Duisburg sei am Ende, teilte die AGV gestern mit. Grund dafür sei die Halbierung der Mittel seit 2012. Gerade den Langzeitarbeitslosen sei eine Rückkehr auf den Arbeitsmarkt ohne Beschäftigungsmaßnahmen verwehrt. "Zudem verschärft die Zuwanderung aus Südosteuropa die Situation. Ihre Ansprüche werden durch die Mittel aus dem Bund nicht aufgefangen. Damit blutet die Stadt finanziell weiter aus", so Wolfgang Krause, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft. Die Eingliederungsmittel des Jobcenters hätten 2010 noch bei 66 Millionen Euro gelegen, 2013 sind es nur noch 32 Millionen Euro.

(spie)