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Duisburg: Unwetter überflutet die Innenstadt

Duisburg : Unwetter überflutet die Innenstadt

Die Duisburger Feuerwehr war gestern Nachmittag und am Abend im Dauereinsatz. Ein Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen hat in der Innenstadt für Chaos gesorgt. Viele Straßen waren überflutet, unzählige Keller vollgelaufen.

Ein Gewitter mit heftigen Sturmböen, Hagel und Starkregen hat der Duisburger Feuerwehr gestern Nachmittag und am Abend jede Menge Arbeit beschert. Unzählige Keller waren durch den Regen vollgelaufen, so gut wie alle Straßenunterführungen zwischen der Stadtmitte und dem Süden der Stadt überflutet. Außerdem waren wegen des heftigen Windes einige Bäume umgestürzt.

 Auch die Unterführung an der Autobahnabfahrt Wanheimerort stand unter Wasser. Hier konnte der Verkehr aber immerhin noch fließen.
Auch die Unterführung an der Autobahnabfahrt Wanheimerort stand unter Wasser. Hier konnte der Verkehr aber immerhin noch fließen. Foto: Christoph Reichwein

Laut Polizei steckten im Tunnel der A 59, Am Unkelstein, am Sternbuschweg/Kalkweg und an der Meidericher Straße in Duissern Autos im Wasser fest. Außerdem waren die Wacholderstraße in Wanheimerort und der Platanenhof in Hochfeld überflutet. Darüber hinaus gab es zahlreiche Verkehrsunfälle mit Sachschaden. Nachdem das Wasser abgelaufen war, bildeten durch die Wassermassen herausgehobene Gullydeckel Gefahrenstellen.

Auch Bahn und Duisburger Verkehrsbetriebe hatten mit wetterbedingten Problemen zu kämpfen. Die Straßenbahnen der Linie 903 zum Beispiel endeten wegen überschwemmter Strecke zwischenzeitlich in Hochfeld. Außerdem kamen am Hauptbahnhof etliche Züge verspätet oder überhaupt nicht an. Grund dafür war unter anderem, dass der Zugverkehr rund um Wuppertal wegen des Unwetters komplett eingestellt worden war.

 An der Kreuzung Sternbuschweg/Kalkweg kämpften sich Autofahrer durch die Fluten.
An der Kreuzung Sternbuschweg/Kalkweg kämpften sich Autofahrer durch die Fluten. Foto: Christoph Reichwein
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Betroffen war auch das Lehmbruck-Museum. Dort lief an den Wänden des Untergeschosses Wasser auf den Boden. Die Mitarbeiter nahmen unverzüglich die Werke des Duisburger Künstlers Gerhard Losemann von den Wänden, die dort zurzeit ausgestellt sind. Alle Werke blieben unbeschädigt. Die Feuerwehr pumpte mit einem langen Schlauch Hunderte Liter Wasser aus dem Gebäude. Sorgen bereitete Museumsdirektorin Söke Dinkla der schätzungsweise 40 Zentimeter hohe Wasserstau außen an den Glasscheiben zum Lehmbruck-Trakt. Die Scheiben hielten, doch wurde der Boden des Lehmbruck-Traktes nass. Zufällig war der ehrenamtliche Arbeitskreis der ART-Genossen vor Ort, die zusammen mit den Museumsmitarbeitern das Wasser bekämpften.

(RP)