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Duisburg: Unwetter mit mäßigen Folgen

Duisburg : Unwetter mit mäßigen Folgen

"Andrea": A1 überschwemmt

Wind und Regen des Orkantiefs "Andrea" verursachten am Donnerstag in Duisburg kleinere Schäden. Neben herabgefallenen Ästen und einigen umgestürzten Bäumen liefen vereinzelt Gullys über. Die Wochenmärkte wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Das Orkantief "Andrea" machte sich von Mittwochnacht bis gestern Morgen auch in Duisburg bemerkbar. Bäume stürzten um, Wochenmärkte fielen aus und Gullys sorgten für Wasserlachen auf den Straßen. Bereits am späten Morgen besserte sich die Wetterlage zusehends. "Seit 9.45 Uhr ist die Unwetterwarnung für Duisburg aufgehoben", so Feuerwehrsprecher Michael Haupt.

Marktbeschicker Reimund Hennes war gestern der Einzige, der mit seinem Wagen auf dem Michaelplatz in Wanheimerort stand, um Brote zu verkaufen. Dazu war er 200 Kilometer aus Rheinland-Pfalz angereist. Bei seiner Ankunft erfuhr er, dass die Wochenmärkte aufgrund der Unwetterwarnung abgesagt worden waren. Die Kunden blieben weg und Hennes auf seinen Broten sitzen. Der nahm das Ganze gelassen: "Vom Sturm ist zwar nichts zu sehen, aber die Sicherheit geht vor. Was ich nicht verkaufen kann, muss ich wieder mitnehmen."

Die Konsequenzen des Orkantiefs waren sichtbar, hielten sich allerdings ebenfalls in Grenzen. Fünf Einsätze verzeichnete die Feuerwehr bis gestern Vormittag. In vier Fällen waren Bäume auf die Straße gestürzt. Zur Beseitigung rückten die Einsatzkräfte auf die Ziegelhorststraße in Marxloh, nach Aldenrade auf die Straße Hülsermannshof, den A40-Zubringer in Rheinhausen und auf die Bahnstraße in Alt-Hamborn aus. Ein loses Werbeschild sicherte die Feuerwehr zudem am Franz-Lenze-Platz.

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Keine Waldspaziergänge

Der Stadtwald hat nach Aussage von Stadtförster Stefan Jeschke keine nennenswerten Sturmschäden davongetragen. "Waldbesuche sollten bei diesem Wetter aber vermieden werden", rät Jeschke.

Aus Sicht von Polizei, Wirtschaftsbetrieben, Verkehrsbetrieben und Stadtwerken gab es am Vormittag ebenfalls keine größeren Vorkommnisse zu vermelden. Die Abfall-, Papier- und Weihnachtsbaumsammlung sei normal erfolgt. Die Abfahrtszeiten von Bahnen und Bussen hätten sich nicht verschoben, und da die Stromleitungen größtenteils unter der Erde lägen, seien auch im Versorgungsbereich keine Schäden zu verzeichnen gewesen. Vereinzelt waren allerdings Gullys durch Laub oder Unrat verstopft und liefen über, so dass der Kanalbetrieb diese reinigen musste, so Silke Kersken, Pressesprecherin der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Bürger, die verstopfte Gullys entdecken, sollen diese unter Tel. 0203/ 2834000 melden.

In Bereitschaft befanden sich auch die Mitarbeiter des Dachdeckerbetriebes roof & more. "Die Einsätze zur Behebung von Sturmschäden erfolgen nach telefonischer Absprache mit den Kollegen", erklärte Meister Kai Wolfgang Jeworreck gestern. Je nach Schadensgröße und Wetterlage müssten die Arbeiter abwägen, welche Maßnahmen getroffen werden.

Notfalls würden sie mit Fanggurten gesichert. "Trotz schlechtem Wetter ist die Lage eher ruhig", so Jeworreck.

(RP)