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Doppelter Abi-Jahrgang: Uni Duisburg: Zelte für Studenten?

Doppelter Abi-Jahrgang : Uni Duisburg: Zelte für Studenten?

Müssen Duisburgs Studenten in Kinosäle oder gar Festzelte ausweichen? Das neue Hörsaalzentrum, das für das neue Wintersemester 2013/14 realisiert werden sollte, wird nicht rechtzeitig fertig. Und so sucht die Uni nach Alternativen.

Der doppelte Abi-Jahrgang und der lange Winter macht der Uni Duisburg-Essen zu schaffen. Was auf den ersten Blick überraschend klingt, birgt große Probleme: Aufgrund des erwartet großen Ansturms von Studenten-Neulingen zum kommenden Semester hatte die Hochschule das neue Hörsaalzentrum geplant. Aber insbesondere die vergangenen kalten Monate machten die Pläne vorerst zunichte. "Es müssen voraussichtlich drei Monate überbrückt werden. Einen größeren Zeitraum müssen wir nicht einkalkulieren, vielleicht geht es sogar schneller", erklärt unserer Redaktion Beate Kostka, Pressesprecherin der Uni.

Nun muss also nach Alternativen gesucht werden, um die rund 7300 Studenten in den Überbrückungsmonaten adäquat unterzubringen. "Wir überprüfen gerade einige Optionen", so Kostka, die ausführt: "Kinosäle wären natürlich eine gute Alternative. Wir denken aber auch über beheizte Festzelte nach."

Überraschend dabei ist, dass die Uni ausgerechnet in jenem Wintersemester 2013/14 rund 2.500 zusätzliche Plätze für Studienanfänger bereithalten wird — statt der vereinbarten 1.300. Damit kommt man schließlich auf die umgerechnet 7300 Studenten.

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AStA: Uni ist nicht gut vorbereitet

Bei der Studierendenvertretung AStA ist derweil große Unmut zu spüren. Das nicht rechtzeitig fertiggestellte Hörsaalzentrum ist für sie Anzeichen genug, dass die Uni nicht für den Studierendenansturm gerüstet ist. Vor allen Dingen die Alternativlösungen schrecken sie ab. "Bereits die Container haben das Problem im Winter unterkühlt und im Sommer überhitzt zu werden. Ein Zelt wird diese Lage nicht verbessern", sagt Daniel Lucas, Referent für Hochschulpolitik.

"Natürlich werden die Fehler in der Politik gemacht, aber die Universität führt sie fort. Zum Beispiel, indem sie sich den Problemen nicht offen stellt und klare Forderungen an Politik formuliert", so AStA-Vorsitzender Felix Lütke.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Uni Duisburg-Essen: Grundsteinlegung der neuen Hörsäle

(EW)