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Duisburg: Umorganisation in der Stadtverwaltung

Duisburg : Umorganisation in der Stadtverwaltung

Die Stadt Duisburg will benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen den Rücken stärken und richtet zum 1. November ein neues Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit ein. Die neue Anlaufstelle wird das bisherige Referat für Gleichstellung und Frauenbelange ersetzen und soll gleichzeitig die Aufgaben der bisherigen Behindertenkoordinatorin Petra Stry übernehmen. Leiten wird das umorganisierte Referat die Frauenbeauftragte der Stadt, Doris Freer, der künftig zwei Arbeitsgruppen unterstehen.

Die sogenannten "Teams" setzen sich inhaltlich mit den Themenschwerpunkten "Gleichberechtigung, Genderfrage, Schwule und Lesben" und "Inklusion" auseinander. Leiterin der Arbeitsgruppe "Inklusion" wird Nicole Seiferth, die bislang als stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte fungierte und sich nun verstärkt für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen soll.

"Unser Ziel ist es, allen Gruppen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Wir wollen für eine diskriminierungsfreie und inklusive Gesellschaft kämpfen", beschreibt Freer ihre Zielsetzung. Ebenso regt die Frauenbeauftragte eine größere Einbindung der Betroffenen in Verwaltungsprozesse an: "Wir wollen eng mit Betroffenen, Verbänden und Experten zusammenarbeiten, um zu erfahren, wo es Verbesserungsbedarf gibt." Diesbezüglich seien auch Sprechstunden im Rathaus geplant, bei denen sich Betroffene direkten Rat holen und Probleme angesprochen werden können, so Freer. Ein detailliertes Handlungskonzept für die neue Stabsstelle soll alsbald öffentlich gemacht werden.

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Die Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung "AG Handicap" sieht die Ablösung der Behindertenkoordinatorin Petra Stry derweil kritisch. In einem offenen Brief, unterzeichnet vom Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Heinz Schmitz, heißt es: "Die amtierende Behindertenkoordinatorin und die Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle haben sich über lange Jahre ein hohes Fachwissen erworben und die Arbeit mit viel Engagement und Durchsetzungsvermögen vorangetrieben." Dieser Verlust von Fachkompetenzen könne nur schwer kompensiert werden, so die Befürchtung.

(RP)