U18-Jugendwahlen am Albert-Einstein-Gymansium in Rumeln-Kaldenhausen

900 Schüler gehen an die Urnen : Rumelns „Einsteiner“ wählen ihr Europa

Zu den U18-Europawahlen am Einstein-Gymnasium kam auch Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske.

Zum zweiten Mal nach 2013 nehmen die Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums an den vom Duisburger Jugendring ausgerichteten U18-Jugendwahlen teil. Die rund 900 Schüler der Klassen 5 bis 12 waren am Freitag aufgerufen, ihre Stimme bei den Europawahlen abzugeben. Zur Eröffnung am Morgen hatte Bezirksbürgermeisterin Astrid Hanske eindringlich für Europa geworben und vor dem aufkommenden Rechtspopulismus gewarnt.

Die Schülervertretung des Gymnasiums um die Schülersprecher Nikkolas Neuhöfer und Anna op de Hipt hatten sich für die Durchführung der Wahl stark gemacht und sie auf die Beine gestellt. In seiner Rede zur Eröffnung sprach Niko Neuhöfer von der „vielleicht bedeutendsten Europawahl aller Zeiten“. Um die Schüler dafür zu sensibilisieren, werde diese Wahl auch am Rumelner Gymnasium durchgeführt.

Schulleiter Steffen Jelitto erinnerte daran, dass Albert Einstein, Namensgeber der Schule, mehr war als nur ein genialer Wissenschaftler mit verrückter Frisur und rausgestreckter Zunge. Er habe schon 1916, mitten im ersten Weltkrieg, zum Ausdruck gebracht, dass Europa zusammenstehen müsse. Astrid Hanske betonte die Bedeutung Europas für den Frieden, den die Schüler eher als selbstverständlich ansehen.

Im Übrigen befasse sich Europa nicht nur mit dem Krümmungsgrad von Gurken, sondern biete auch konkrete Vorteile für die jüngeren Generationen. So seien inzwischen europaweit die Roaming-Gebühren abgeschafft, so dass auch aus dem europäischen Ausland günstig mit dem Handy nach Hause telefoniert werden könne. Wer ins europäische Ausland verreise, müsse nicht mehr mit Grenzkontrollen rechnen, und das Studium im Ausland sei auch einfacher geworden.

Die Bezirksbürgermeisterin forderte die Schüler auf, sich auch politisch zu engagieren und erklärte, sie stehe bei Fragen auch persönlich zur Verfügung: „Zimmer 206 im Bezirksrathaus – kommt einfach vorbei.“ Zum Abschied gab es von den Schülern auch noch „europäische“ Geschenke für Astrid Hanske: Blumen aus Deutschland, Rotwein aus Frankreich, Giotto aus Italien.

Danach ging’s klassenweise an die Urnen, meist in den Pausen und Freistunden. Auf das Wahlergebnis sind alle schon gespannt.

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